VSStÖ Salzburg begrüßt den Widerruf des Ehrendoktorats Eduard Paul Tratz

Der Verband Sozialistischer Student_innen Salzburg zeigt sich hoch erfreut über klares antifaschistisches Zeichen der Universität Salzburg.

Wien (OTS) - Der gestrige Beschluss des Senats der Universität Salzburg das Ehrendoktorat von Prof. Dr.h.c. Eduard Paul Tratz zu widerrufen wird vom VSStÖ Salzburg wohlwollend zur Kenntnis genommen. "Die Verstrickungen von Tratz in der Zeit des Nationalsozialismus und seine Beteiligung als SS-Hauptsturmführer sind alles andere als ein ehrwürdiges Verhalten. Die Universität Salzburg hat hier ein wichtiges und richtiges Zeichen gesetzt und nach Bekanntwerden der Umstände das Ehrendoktorat widerrufen", so Janine Heinz, Vorsitzende des VSStÖ Salzburg.

Dass Tratz wohl kein Einzelfall ist, wundert kaum. "Die Liste der verliehenen Ehrentitel ist lange, darin tauchen leider immer wieder Personen mit starkem Bezug zum Nationalsozialismus auf, darunter auch klingende Namen wie Herbert von Karajan oder Konrad Lorenz. Es darf daher nicht bei diesem einen Widerruf bleiben", fordert Tobias Neugebauer 1. stv. Vorsitzender des Senats der Universität Salzburg.

Ganz verschwinden wird Tratz aus der so genannten "Tabula Honorum" aber nicht, auch wenn das Ehrendoktorat widerrufen wurde. "Wir können die Chronik der Universität Salzburg nicht verändern, was wir aber machen können, ist diese aufzuarbeiten und mahnend an die Zeit des Nationalsozialismus zu erinnern. Durch die Anmerkung des Widerrufs stellt die Universität klar, dass sie sich unmissverständlich vom Nationalsozialismus distanziert, ohne dabei die Geschichte zu verfälschen", so Neugebauer und Heinz abschließend.

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