Metaller-KV: Österreichweite BetriebsrätInnen-Konferenzen am 16. Oktober

PRO-GE/GPA-djp: FMMI-Arbeitgeber wollen Mindestlöhne und Mindestgrundgehälter nicht erhöhen, Realeinkommensverlust droht

Wien (OTS/ÖGB) - Die Lohn- und Gehaltsverhandlungen der Gewerkschaften PRO-GE und GPA-djp mit dem Fachverband Maschinen- und Metallwarenindustrie (FMMI) für den einheitlichen Kollektivvertrag Metallindustrie wurden am 14. Oktober nach rund sieben Stunden ohne Ergebnis unterbrochen. Nach wie vor gibt es kein ordentliches Angebot der Arbeitgeber für Lohn- und Gehaltserhöhungen.

Am 16. Oktober finden daher österreichweit BetriebsrätInnen-Konferenzen für den FMMI-Bereich statt. "BetriebsrätInnen und Gewerkschaften werden dort über die weitere Vorgangsweise beraten und die Durchführung von Betriebsversammlungen beschließen. Wir werden den Druck nun deutlich erhöhen", betonen die beiden Chefverhandler Rainer Wimmer (PRO-GE) und Karl Proyer (GPA-djp).

Noch vor dem nächsten Verhandlungstermin am 28. Oktober werden flächendeckend Betriebsversammlungen in den FMMI-Betrieben stattfinden und die Beschäftigten über den Verhandlungsstand informiert. Der FMMI fordert, dass es keine Erhöhung der Mindestlöhne und Mindestgrundgehälter geben soll. Die Arbeitgeber wollen auch nicht die durchschnittliche heimische Inflationsrate der letzten zwölf Monate von 1,7 Prozent als Ausgangspunkt für die Verhandlungen akzeptieren. Vielmehr soll der EU-Schnitt von 0,5 Prozent herangezogen werden. Daran soll sich eine Ist-Erhöhung der Löhne und Gehälter orientieren.

Die von den Gewerkschaften geforderte Freizeitoption soll es nach Ansicht der Arbeitgeber nur dann geben, wenn auch das im Vorjahr vom FMMI präsentierte Arbeitszeit-Flexibilisierungsmodell mit Kürzungen der Überstundenzuschläge kommt.

"Die Forderungen der Arbeitgeber sind eine Zumutung und bedeuten einen Reallohnverlust. Wir verhandeln für ArbeitnehmerInnen in Österreich, die hier arbeiten und leben. Daher kann nur die heimische Inflationsrate für die Verhandlungen gelten", sagen Wimmer und Proyer. Ein Einfrieren der Mindestlöhne und Mindestgrundgehälter träfe gerade jene Beschäftigten mit den niedrigsten Einkommen besonders hart. Das sei sozial- und wirtschaftspolitisch ein Irrweg, den die Gewerkschaften sicher bekämpfen werden.

"Sollte es bei der nächsten Verhandlung mit dem FMMI am 28. Oktober keine Bewegung in Richtung ArbeitnehmerInnen geben, inklusive ordentlicher Einkommenssteigerungen für die Beschäftigten, werden BetriebsrätInnen und Gewerkschaften nach der Verhandlung die Beschäftigten informieren und wenn notwendig Kampfmaßnahmen beschließen", stellen Wimmer und Proyer klar.

Die Termine der BetriebsrätInnen-Konferenzen am 16. Oktober nach Bundesländern

Burgenland, Niederösterreich, Wien

Kultursaal Vösendorf, Kindbergstraße 12, 2331 Vösendorf, 10:30 Uhr

Kärnten

ÖGB/AK Bildungsforum, Bahnhofstraße 44, 9020 Klagenfurt, 09:30 Uhr

Oberösterreich

Veranstaltungszentrum Punkt Doppl, Haidfeldstraße 31a, 4060 Leonding, 10:00 Uhr

Steiermark

AK-Steiermark, Hans-Resel-Gasse 8-14, 8020 Graz, 12:00 Uhr

Salzburg, Tirol, Vorarlberg

ÖGB Haus, Großer Saal, Südtiroler Platz 14-16, 6020 Innsbruck, 11:00 Uhr

Rückfragen & Kontakt:

PRO-GE
Mathias Beer
Mobil: 0664 6145 920
E-Mail: mathias.beer@proge.at
Web: www.proge.at

GPA-djp
Mag. Martin Panholzer
Mobil: 05 0301-61511
E-Mail: martin.panholzer@gpa-djp.at
Web: www.gpa-djp.at

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