Jakob Auer: Kleinbäuerliche Strukturen schaffen regionale Ernährungssicherheit

Bauern in Entwicklungsländern Zugang zu Land und Eigentum ermöglichen

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Kleinbäuerliche Strukturen sind der beste Garant für regionale Ernährungssicherheit. Grundvoraussetzung dafür sind Rechtssicherheit und der Zugang für Bäuerinnen und Bauern weltweit zu Land und Eigentum. Das sagte heute, Mittwoch, Bauernbundpräsident und ÖVP-Landwirtschaftssprecher Abg. Jakob Auer anlässlich des morgigen Welternährungstages. Zudem appelliert Auer an die Konsumentinnen und Konsumenten, das überreiche Angebot an qualitativ hochwertigen Lebensmitteln, das aufgrund einer funktionierenden Landwirtschaft bei uns gegeben ist, auch dementsprechend zu schätzen. "Wir müssen die Menschen verstärkt dazu bringen, wieder mehr saisonal und regional einzukaufen", so Auer.

Weltweit muss die Landwirtschaft bis zum Jahr 2050 rund neun Milliarden Menschen ernähren. Mit einer familienbetriebenen Landwirtschaft, wie wir sie in Österreich zu 92 Prozent vorfinden, haben wir das beste Agrarsystem, das auch weltweit erfolgreich ist. "Dennoch herrschen Hunger, Unter- und Mangelernährung vor allem am Land, dort wo eigentlich Nahrungsmittel erzeugt werden könnten", sieht Auer die Politik in diesen Ländern gefordert. Die Bemühungen der Europäischen Entwicklungszusammenarbeit zur Bekämpfung von Armut und Hunger in der Welt müssen daher auch für die neue Kommission Auftrag und Programm sein.

Bodenverbrauch stoppen

Mit dem von der UNO ausgerufenen Internationalen Jahr der bäuerlichen Familienbetriebe ist ein wichtiger Anstoß dafür gegeben worden, diese Wertschätzung auf eine globale Ebene zu holen. Immer mehr Menschen müssen trotz weltweit immer weniger land- und forstwirtschaftlicher Nutzflächen versorgt werden, sieht Auer darin eine Jahrhundertherausforderung. "Es gilt, den Bodenverbrauch zu stoppen, und es gilt neben Verbauung und klimabedingter Wüstenbildung auch dafür zu sorgen, dass Grund und Boden nicht weiter zu Spekulationsobjekten verkommen", weist Auer darauf hin, dass das kommende Jahr von der UNO zum "Jahr der Böden" ausgerufen werden wird.
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