FPÖ-Karlsböck: Novelle zum Ärztegesetz unausgegoren, viele Fragen offen

Finanzierung von Lehrpraxen unzureichend, kaum Anreize für Jungärzte

Wien (OTS) - Der freiheitliche Gesundheitspolitiker, NAbg. Dr. Andreas F. Karlsböck, selbst Arzt mit Kassenvertrag, kritisiert die im heutigen Gesundheitsausschuss behandelte Novelle zum Ärztegesetz als unausgegoren und in ihren Konsequenzen kaum durchdacht. Wichtige Finanzierungsfragen blieben offen und würden auf die lange Bank geschoben.

Unter dem Diktat der knappen Kassen versuche man offensichtlich die Klärung wichtiger Finanzierungsfragen auf die bevorstehenden Verhandlungen mit den Bundesländern und Sozialversicherungsträgern abzuwälzen, kritisiert Karlsböck und befürchtet, dass in Umkehrung des bekannten Sprichwortes "aufgeschoben" hier auch "aufgehoben" bedeuten könnte. Dass man derzeit nur sechs Monate der neu vorgeschriebenen Lehrpraxis für angehende Ärzte finanzieren wolle, sei inakzeptabel. Karlsböck fordert stattdessen die Ausfinanzierung von vollen zwölf Monaten.

Darüber hinaus kritisiert Karlsböck, dass der Gesundheitsausschuss der alten freiheitlichen Forderung, Ärzte mögen endlich Ärzte anstellen dürfen, um der eklatanten medizinischen Unterversorgung und dem grassierenden Mangel an niedergelassenen Ärzten entgegenzuwirken, weiterhin keine Beachtung schenke. Karlsböck vermisst auch "klare Konzepte und eine Vision, wie man der Abwanderung österreichischer Ärzte ins benachbarte Ausland Herr werden könnte."

Der FPÖ-Politiker erneuert in diesem Zusammenhang seine Forderung nach strukturellen Reformen in der Ärzteausbildung und im gesamten Gesundheitsbereich. Man müsse nicht nur der statistisch belegten Zunahme der ärztlichen Unterversorgung und der Abwanderung von Ärzten ins Ausland einen Riegel vorschieben, auch der medizinische Leistungskatalog sei neu zu gestalten und die ärztliche Niederlassungsfreiheit müsse durch neue Kassenverträge abgesichert werden, so Karlsböck.

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