SJ OÖ und SJ Linz: Lokalsperren sperren nur Probleme aus

Echte Problemlösung statt nur Symptombekämpfung!

Wien (OTS) - Gestern wurden im Rahmen eines Stadtgipfels Lokalsperren und vermehrte Polizeipräsenz in der Linzer Altstadt gefordert. Die Sozialistische Jugend OÖ und Linz erteilen diesen Forderungen eine klare Absage.

"Die angedachten Lokalsperren in der Hofgasse zeigen wieder einmal die Kurzsichtigkeit der Politik, die sich von Schlagzeilen treiben lässt. Wenn Lokale, die als "problematisch" in Sachen Drogenkonsum oder -handel gelten, geschlossen werden, sorgt das nur dafür, dass die Szene aus der Altstadt verdrängt wird, und anderswo zum Vorschein kommt", so die Vorsitzende der SJ Oberösterreich, Fiona Kaiser. "Die Probleme oder Ursachen werden mit dieser Vorgehensweise aber nicht im geringsten gelöst! Wir brauchen eine ganzheitliche Lösung, die neben den schon angedachten StreetworkerInnen auch eine progressive Drogenpolitik und vermehrte Straßenbeleuchtung miteinschließt. Studien haben gezeigt, dass dies oft das wirkungsvollste Mittel gegen sexuelle und gewaltsame Übergriffe ist", ergänzt Katrin Walch, Vorsitzende der SJ Linz. Auch der vermehrten Polizeipräsenz in der Altstadt stehen Kaiser und Walch kritisch gegenüber: "Polizeipräsenz führt häufig nicht dazu, dass sich Menschen sicherer fühlen, sondern löst Angst aus und führt zu einer angespannteren Stimmung, weil damit alle Besucher_innen der Altstadt unter Generalverdacht gestellt werden."

"Dass gewaltätige Vorfälle nicht ignoriert werden dürfen ist uns klar, diese jedoch automatisch mit DrogenkonsumentInnen bzw. bestimmten Lokalen in Verbindung zu setzen ist ganz einfach falsch. Wir verwehren uns gegen diese pauschale Kriminalisierung, da wir alle wissen, dass es in der Altstadt immer wieder zu gewalttätigen Auseinandersetzungen kommt, oft zwischen alkoholisierten Personen. Wichtig wäre, dass das Personal in den Lokalen sowie die TürsteherInnen gewaltpräventiv und deeskalierend geschult werden, damit diese im Fall der Fälle auch eingreifen können. Außerdem erwarten wir uns, dass beim nächsten Altstadt-Gipfel auch VertreterInnen der Jugendorganisationen miteinbezogen werden, da sie jene vertreten, die zu einem Großteil davon betroffen sind, nämlich junge Menschen, die am Wochenende die Altstadt und ihre Lokale besuchen", so Walch und Kaiser abschließend.

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SJ OÖ
Fiona Kaiser
069910524648
fiona.kaiser@reflex.at

SJ Linz
Katrin Walch
+43 664 1101516
katrin.walch@reflex.at

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