"matinee" am 19. Oktober über "Geheimisvolles Lucca" und den berühmten Sohn der Stadt: "Puccini - Magier der Leidenschaft"

Außerdem: "Die Kulturwoche"

Wien (OTS) - Die Toskana von ihrer schönsten Seite, präsentiert vom Nachfahren einer der berühmtesten italienischen Herrscherfamilien: In einer weiteren Ausgabe der Reihe "Zu Gast in den adligen Landvillen der Toskana" in der "matinee" am Sonntag, dem 19. Oktober 2014, um 9.05 Uhr in ORF 2, besucht Lorenzo de Medici diesmal die mittelalterliche Stadt Lucca, die zwischen dem 13. und 14. Jahrhundert zu den bedeutendsten europäischen Metropolen gehörte. 1858 wurde hier einer der berühmtesten Opernkomponisten geboren -Giacomo Puccini. Wie stark sein Werk mit dem eigenen Leben verknüpft war, verdeutlicht anschließend, um 9.50 Uhr, die spannende Dokumentation "Puccini - Magier der Leidenschaft" von Volker Schmidt und Axel Fuhrmann. Durch den von toskanischen Impressionen geprägten Vormittag, der mit einem Rückblick auf "Die Kulturwoche" (10.35 Uhr) schließt, führt Martin Traxl.

"Zu Gast in den adligen Landvillen der Toskana - Geheimnisvolles Lucca" (9.05 Uhr)

Als einzige Stadt der Toskana wurde Lucca nie von einer fremden Macht beherrscht, auch nicht von der Familie der Medici. Lucca war einst stolz und rebellisch und, so wie Florenz zu Beginn des 15. Jahrhunderts, auch eine Kaufmannsrepublik, deren Reichtum sich hauptsächlich auf die Textilindustrie stützte. In den Hügeln außerhalb der Stadt verbergen sich noch heute reich ornamentierte Villen. Hierhin zogen sich einst die reichen Patrizier zurück, um sich dem Amüsement und der Leichtigkeit des Seins hinzugeben. Ein Beispiel ist die Villa, die sich die Familie Santini errichten ließ und die heute der Familie Torrigiani gehört. Lucca unterhielt exzellente Verbindungen zum Hof Ludwigs XIV. und sein Gartenarchitekt André Le Notre schuf in der Villa Torrigiani ein - in der heutigen Welt einzigartiges - Idyll für vergnügungssüchtige Städter des 17. Jahrhunderts. Aber auch die anderen Villen wie die Villa Mansi, die Villa Burlamacchi Rossi und die Villa Oliva haben ihre teils frivolen, teils dunklen Geheimnisse, denen Lorenzo de Medici mit dem sicheren Gespür eines kriminalistisch begabten Schriftstellers nachgeht. Regie: Michael Trabitzsch.

"Puccini - Magier der Leidenschaft" (9.50 Uhr)

Giacomo Puccini (1858 - 1924) war der letzte Großmeister der italienischen Oper. Er formte einen völlig neuen Opernstil, der seinen Namen schon zu Lebzeiten unsterblich machte. Kein Komponist brachte die Gefühle der Menschen so fesselnd und dramatisch auf die Opernbühne wie Puccini. Titel wie "Manon Lescaut", "La Bohème", "Tosca", "Madama Butterfly" oder "Turandot" gehören seit ihrer Entstehung für immer zum ständigen Repertoire aller großer Opernhäuser. Auf dem Höhepunkt seines Ruhmes reiste der ursprünglich aus armen Verhältnissen stammende Lebemann Puccini um die ganze Welt. Als er starb, war er der reichste Komponist seiner Zeit. Seine Jahreseinkünfte betrugen zuletzt umgerechnet 1,5 Millionen Euro. So leidenschaftlich und kraftvoll wie seine Musik, so lebte Puccini selbst. Er hatte Affären mit zahlreichen Frauen, war begeisterter Jäger, kaufte sich die schnellsten Automobile und die neuesten Motorjachten. Das Älterwerden bereitete ihm allerdings große Probleme. Als sich auch gesundheitliche Schwierigkeiten dazugesellten, wurde ihm selbst das Komponieren zur Last. Wegen Kehlkopfkrebs ließ er sich 1924 in Belgien behandeln. Doch die Operation misslang und setzte seinem Leben ein dramatisches Ende.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar.

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