Korun: Saudi Arabien verhöhnt Menschenrechte, Minister Kurz schaut "Dialogpartner" zu

Nach Gleichsetzung von Atheismus mit Terrorismus gerät Saudisches "Dialogzentrum" immer mehr zur Farce

Wien (OTS) - Human Rights Watch veröffentlichte einen Bericht, wonach Saudi Arabien im Rahmen neuer Verordnungen des saudischen Innenministeriums auch eine Regelung eingebaut hat, die Andersdenkende als Terrorverdächtgte abstempelt. "Die Äußerung von atheistischem Gedankengut" steht nun ebenfalls auf der Liste von Terrorverdächtigen, berichtet nun auch die Zeitung "Independent".

"Die Gleichsetzung atheistischer Gedankenäußerungen mit Terrorismus zeigt uns wieder einmal, wie Saudi Arabien Meinungs- und Religionsfreiheit mit den Füßen tritt. Mit ebendiesem Regime hat unsere Bundesregierung vor drei Jahren ein sogenanntes "König Abdullah Dialogzentrum für interreligiösen Dialog" gegründet und Verträge abgeschlossen. Wie lange will Außenminister Kurz eigentlich noch zusehen, dass der "Dialogpartner" Saudi Arabien die Menschenrechte Andersgläubiger und Atheisten im eigenen Land mit Füßen tritt? Wenn nun atheistische Weltanschauung bereits mit Terror gleichgesetzt wird, was kommt als nächstes?", fragt sich Alev Korun, Menschenrechtssprecherin der Grünen.

"Wenn wir unsere Menschenrechtsbemühungen als Republik Österreich wirklich ernst nehmen, dann sollte die Regierung schleunigst den Austritt aus dem Vertrag des "König Abdullah Zentrum" angehen", regt Korun an.

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