Rasinger: Neues Ärztegesetz macht Ausbildung für Jungärzte attraktiver und besser

ÖVP-Gesundheitssprecher lobt neues Ärztegesetz

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Nach 50 Jahren war es an der Zeit, das Ärztegesetz zu modernisieren. Das geschieht nun, und die Novelle macht vor allem die Ausbildung für angehende Ärzte besser und attraktiver, erklärte ÖVP-Gesundheitssprecher Abg. Dr. Erwin Rasinger heute, Mittwoch, anlässlich der Sitzung des Gesundheitsausschusses im Parlament.

"Die Ausbildung ist die Grundlage der medizinischen Tätigkeit und damit auch der Kern der Gesetzesnovelle", erläuterte Rasinger. In Zukunft gibt es eine anfängliche Basisausbildung, die für künftige Allgemeinmediziner und Fachärzte gleichermaßen neun Monate beträgt. Diese Anfangsphase soll für alle angehenden Ärzte erste praktische Kenntnisse in Chirurgie, Notfallmedizin und interne Medizin vermitteln. Daran anschließend ist eine Ausbildung von 33 Monaten zum Allgemeinarzt bzw. von 63 Monaten zum Facharzt vorgesehen. Diese Ausbildung endet jeweils mit einer Abschlussprüfung.

"Die Ausbildung zum Allgemeinarzt verlängert sich gegenüber dem Status quo von derzeit drei Jahren auf dreieinhalb Jahre - dies durch die jetzt wirklich verpflichtende zumindest sechsmonatige Lehrpraxiszeit. Diesbezüglich ist eine klare Regelung zwischen Ärztekammer, Ländern und Hauptverband vorgesehen", ergänzte Rasinger. Eingeschränkt soll es auch Dienste in zwei bis drei Abteilungen geben können. "Und auch die Ausbildung bei Konsiliarärzten wie etwa Haut, HNO, Psychiatrie oder Neurologie soll möglich sein." Besonders positiv hob Rasinger in diesem Zusammenhang die neue Möglichkeit hervor, dass - etwa Ärztinnen mit Kleinkindern - ihre Ausbildung künftig auch in Teilzeit absolvieren können. "Dies entspricht ganz sicher den Bedürfnissen unserer modernen Gesellschaft."

"Diese Neuordnung nach 50 (!) Jahren ist eine klare Verbesserung der Ausbildung unserer Ärzte - in Angebot, zeitlicher Gestaltung, Praxisnähe." So sei etwa die Tatsache, dass Allgemeinmediziner künftig auch eine verbesserte Kenntnis in Orthopädie oder Psychiatrie bekommen, realitätsnäher und praxistauglicher, so der ÖVP-Gesundheitssprecher. "Durch diese verbesserte Ausbildung wollen und können wir auch den derzeit enormen Zug unserer Jungärzte ins Ausland wie nach Deutschland, Schweiz oder England stoppen", hofft Rasinger.

Einen Beitrag dazu wird auch das neue Ärztearbeitszeitgesetz leisten, das ebenfalls im Gesundheitsausschuss beschlossen wird und die wöchentliche Arbeitszeit EU-konform auf 48 Stunden festlegt. "Ziel ist, den österreichischen Patienten gut ausgebildete, aber auch ausgeruhte Ärzte zur Verfügung zu stellen."
(Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle des ÖVP-Parlamentsklubs
Tel.: 01/40110/4436
http://www.oevpklub.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPK0002