Huainigg: Gemeinsame Strategie gegen Lebensmittelverschwendung

ÖVP-Sprecher für Entwicklungszusammenarbeit kündigt parlamentarische Anfrage zur Nahrungsmittelverschwendung in ganztägigen Schulformen an

Wien (OTS/ÖVP-PK) - "Anlässlich des morgigen Welternährungstages möchte ich daran erinnern, dass weltweit rund 900 Millionen Menschen unterernährt sind, Tendenz steigend", sagt der ÖVP-Sprecher für Entwicklungszusammenarbeit, Abg. Dr. Franz-Joseph Huainigg. Beispiele zeigen, dass die Ursache dieser großen Anzahl an unterernährten Menschen nicht in der unzureichenden Produktion von Nahrungsmitteln liegt. Laut einer Studie der UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft FAO könnte die globale Landwirtschaft beim heutigen Stand der Technik 12 Milliarden Menschen ausreichend ernähren.

"Es ist absurd: Während jeder EU-Bürger im Durchschnitt pro Jahr unglaubliche 179kg an genießbaren Lebensmitteln wegwirft, müssen Menschen in anderen Teilen der Erde Hunger leiden. Es herrschen weltweit massive Ungleichheiten bei Produktion, Verfügbarkeit und Qualität von Lebensmitteln", stellt Huainigg fest und führt weiter aus: "Es bedarf einer koordinierten Strategie auf EU- und nationaler Ebene, in die jeder Sektor einbezogen wird. Laut einer Studie der EU-Kommission besteht sonst die Gefahr, dass die Lebensmittelverschwendung bis 2020 um 40 Prozent zunimmt."

Gerade bei Kindern und Jugendlichen sieht Huainigg großen Handlungsbedarf, das Bewusstsein für die Wertigkeit und den richtigen Umgang mit Nahrungsmitteln zu schaffen. Durch den weiteren Ausbau von Nachmittagsbetreuung und ganztägigen Schulformen nehmen Schülerinnen und Schüler ihre Mahlzeiten zunehmend in der Schule ein. "Oftmals wird die Vermittlung eines verantwortungsbewussten Umgangs mit Nahrungsmitteln vernachlässigt. An einigen Standorten werden die Schülerinnen und Schüler sogar dazu angehalten, ihre Essensreste selbst in den Abfall zu werfen. Vor allem dann, wenn die Portionsgröße nicht frei wählbar ist, ist die Verschwendung enorm. Daher soll hinterfragt werden, durch welche Maßnahmen Schulen derzeit Sensibilisierung und Bewusstsein für die Wertigkeit und den Umgang mit Nahrungsmitteln schaffen", sagt Huainigg abschließend und kündigt eine entsprechende parlamentarische Anfrage an Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek an.
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