• 15.10.2014, 10:56:02
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Huainigg: Gemeinsame Strategie gegen Lebensmittelverschwendung

ÖVP-Sprecher für Entwicklungszusammenarbeit kündigt parlamentarische Anfrage zur Nahrungsmittelverschwendung in ganztägigen Schulformen an

Utl.: ÖVP-Sprecher für Entwicklungszusammenarbeit kündigt
parlamentarische Anfrage zur Nahrungsmittelverschwendung in
ganztägigen Schulformen an =

Wien (OTS/ÖVP-PK) - "Anlässlich des morgigen Welternährungstages
möchte ich daran erinnern, dass weltweit rund 900 Millionen Menschen
unterernährt sind, Tendenz steigend", sagt der ÖVP-Sprecher für
Entwicklungszusammenarbeit, Abg. Dr. Franz-Joseph Huainigg. Beispiele
zeigen, dass die Ursache dieser großen Anzahl an unterernährten
Menschen nicht in der unzureichenden Produktion von Nahrungsmitteln
liegt. Laut einer Studie der UN-Organisation für Ernährung und
Landwirtschaft FAO könnte die globale Landwirtschaft beim heutigen
Stand der Technik 12 Milliarden Menschen ausreichend ernähren.

"Es ist absurd: Während jeder EU-Bürger im Durchschnitt pro Jahr
unglaubliche 179kg an genießbaren Lebensmitteln wegwirft, müssen
Menschen in anderen Teilen der Erde Hunger leiden. Es herrschen
weltweit massive Ungleichheiten bei Produktion, Verfügbarkeit und
Qualität von Lebensmitteln", stellt Huainigg fest und führt weiter
aus: "Es bedarf einer koordinierten Strategie auf EU- und nationaler
Ebene, in die jeder Sektor einbezogen wird. Laut einer Studie der
EU-Kommission besteht sonst die Gefahr, dass die
Lebensmittelverschwendung bis 2020 um 40 Prozent zunimmt."

Gerade bei Kindern und Jugendlichen sieht Huainigg großen
Handlungsbedarf, das Bewusstsein für die Wertigkeit und den richtigen
Umgang mit Nahrungsmitteln zu schaffen. Durch den weiteren Ausbau von
Nachmittagsbetreuung und ganztägigen Schulformen nehmen Schülerinnen
und Schüler ihre Mahlzeiten zunehmend in der Schule ein. "Oftmals
wird die Vermittlung eines verantwortungsbewussten Umgangs mit
Nahrungsmitteln vernachlässigt. An einigen Standorten werden die
Schülerinnen und Schüler sogar dazu angehalten, ihre Essensreste
selbst in den Abfall zu werfen. Vor allem dann, wenn die
Portionsgröße nicht frei wählbar ist, ist die Verschwendung enorm.
Daher soll hinterfragt werden, durch welche Maßnahmen Schulen derzeit
Sensibilisierung und Bewusstsein für die Wertigkeit und den Umgang
mit Nahrungsmitteln schaffen", sagt Huainigg abschließend und kündigt
eine entsprechende parlamentarische Anfrage an Bundesministerin
Gabriele Heinisch-Hosek an.
(Schluss)

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