AK 2: Mehr Klarheit bei Apps

Wien (OTS) - Die KonsumentInnen brauchen bei den Apps mehr Sicherheit, verlangt die AK. "Es braucht Regeln für datenhungrige Apps, um den Konsumentinnen und Konsumenten einen wirksamen Schutz zu gewährleisten", sagt AK Konsumentenschützerin Daniela Zimmer.

Die AK fordert, dass App-Anbieter ausführlich über die genutzten Daten und ihren Verwendungszweck informieren sollen. Die KonsumentInnen sollen dabei einfach durch-schauen können, welche Daten für die Diensterbringung im engsten Sinn erforderlich sind, welche nur im Fall der Nutzung von Zusatzdiensten und welche Zugriffe weiteren Zwecken, etwa Marketinginteressen, dienen. Wünschenswert wäre eine sichtbare Funktion am Handy, die informiert, welche Daten gerade verarbeitet werden.

Zugriffsberechtigungen sollen einzeln deaktivierbar sein. Smartphones können Apps - während ihrer Installation - meist nur pauschal den Datenzugriff verbieten (mit der Kon-sequenz, dass die App nicht installierbar ist). Außerdem sollen zumindest jene Funktio-nen, die auch missbräuchlich verwendet werden können, etwa kostenpflichtige Dienste kaufen (In-App-Käufe), nur optional verwendbar und somit (de-)aktivierbar sein.

Außerdem sind rechtliche Vorgaben nötig, wenn sich der Privacy-by-Design-Ansatz in der App-Entwicklung nicht durchsetzt. Das heißt, der Schutz von Daten und der Privatsphäre muss schon bei der Dienstentwicklung nutzerfreundlich mitbedacht werden. Wer Apps programmiert, sollte sich auch einer Überprüfung durch das Europäische Datenschutz-Gütesiegel unterwerfen.

Worauf Sie bei Apps aufpassen sollten:

+ Beachten Sie: Google Maps ist beispielsweise bereits durch das Android Betriebssystem vorinstalliert. Dadurch hat es auch ohne Zutun des Handynutzers schon viele Zugriffsberechtigungen.

+ Verwenden Sie Navi-Apps im Ausland? Achten Sie darauf, dass das Kartenmaterial downloadbar ist und diese Karten offline verwendet werden können. Das spart oft teure Roamingkosten im Ausland.

+ Etliche Apps verlangen die Aktivierung der Möglichkeit von In-App-Käufen. Vorsicht: Stimmen Sie der Aktivierung zu, aktiviert das auch die In-App-Kauffunktion für alle anderen Apps.

+ Lassen Sie von fragwürdigen Zugriffsberechtigungen bei einer App-Installation die Finger, wenn es keine brauchbaren Erläuterungen gibt.

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