Lopatka: Ärztliche Versorgung und Breitbandausbau von höchster Bedeutung für ländliche Regionen

ÖVP-Klubobmann will "digitale Kluft" schließen und Hausapotheken weiter ermöglichen

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Der "Digital-Gap", der derzeit noch zwischen städtischen Zentralräumen und ländlichen Regionen Österreichs besteht, werde schon bald geschlossen, erklärte ÖVP-Klubobmann Dr. Reinhold Lopatka heute, Dienstag, anlässlich der Tagung der ÖVP-Klubobleute in Berg im Drautal.

Möglich werde dies durch das Vorziehen von Investitionen in Höhe von bis zu 100 Millionen Euro aus der Breitband-Milliarde von 2017 auf 2016. Dadurch bekommen, so Lopatka, weitere 2,5 Millionen Österreicher einen Breitband-Zugang, was deutlich mehr Chancengleichheit zwischen Stadt und Land schaffe. Schließlich stelle die unterschiedliche Anbindung an das Internet einen wesentlichen Unterschied im wirtschaftlichen Wettbewerb dar.

"Wir ziehen bis zu 100 Millionen für den Ausbau des Breitbands vor und unterstützen damit nicht nur Konjunktur und Arbeitsmarkt, sondern auch die Wissensgesellschaft", erklärt der ÖVP-Klubobmann. Das niederösterreichische und das Tiroler Modell, eine Beteiligungsgesellschaft seitens des Landes für den Breitbandausbau zu schaffen, ist für Lopatka das Vorbild für die Lösung dieser Infrastrukturaufgabe.

Ein zweiter regionalpolitischer Schwerpunkt der ÖVP ist laut Lopatka die Sicherung einer flächendeckenden und wohnortnahen ärztlichen Versorgung im ländlichen Raum. Durch die nahe Pensionierung einer ganzen Mediziner-Generation drohe derzeit ein Mangel vor allem an praktischen Ärzten in einzelnen Regionen Österreichs. Man müsse daher mit geeigneten Maßnahmen gegensteuern, die es ermöglichen, Arztpraxen wirtschaftlich sinnvoll zu führen. Ärzte sollten daher auch in Zukunft Hausapotheken führen können, meint der VP-Klubchef.

Im Rahmen des Primärversorgungskonzepts soll die wohnortnahe und flächendeckende hausärztliche- und Medikamentenversorgung für die Zukunft abgesichert werden. Dazu soll die Rolle des Hausarztes gestärkt werden, durch Absicherung der ärztlichen Hausapotheken, durch die Lehrpraxis und durch die neue Ärzteausbildung. Auch durch flexiblere Kassenverträge soll der Beruf als "Landarzt" wieder attraktiver werden.

Medizinische Versorgung und technische Infrastruktur seien wesentliche Grundpfeiler für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung in den Regionen und Österreich befinde sich hier längst in einem internationalen Konkurrenzkampf - um Ärzte ebenso wie um Unternehmen und qualifizierte Fachkräfte. Die ÖVP setze daher gezielt diese Schwerpunkte zur Verbesserung der medizinischen und technischen Infrastruktur in den Bundesländern, so Lopatka. Das verbessert entscheidend die wirtschaftlichen Möglichkeiten und die Lebensqualität im ländlichen Raum.
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