16. Oktober ist Welternährungstag

Caritas Präsident Landau: "Es ist ein Skandal, dass 805 Millionen Menschen an Hunger leiden. Wir können den Hunger besiegen, aber dazu braucht es entschiedene Anstrengungen."

Wien (OTS) - Drei Millionen Kinder sind seit dem Welternährungstag vor einem Jahr an den Folgen von Hunger und Unterernährung gestorben. Kinder, die mit viel zu geringem Gewicht auf die Welt gekommen sind oder den ersten Durchfall nicht überstehen konnten. Oder Kinder, deren Familien sich das teure Getreide nicht leisten konnten oder aufgrund des Klimawandels keine Ernte einholen konnten.

Druckfähige Fotos zum Download: http://bit.ly/1rpPsnN Credit: Caritas

"Hunger ist der größte Skandal der Menschheit. Die internationale Staatengemeinschaft und jede und jeder Einzelne von uns darf diesen Skandal nicht tatenlos hinnehmen", so Michael Landau. "Dennoch: Heute leiden weltweit um 100 Millionen Menschen weniger an Hunger als noch vor 10 Jahren. 63 Entwicklungsländer werden das Ziel der Halbierung des Hungers bis 2015 voraussichtlich erreichen. Das macht Hoffnung und zeigt, dass wir in der Lage sind, Armut und Hunger zu besiegen."

Anlässlich des Welternährungstages am 16. Oktober ruft die Caritas zu weltweiten Aktionen auf, um einem Ende des Hungers bis 2025 ein Stück näher zu kommen. Im Rahmen der Kampagne "One Human family - food for all" (www.food.caritas.org) organisiert die Caritas in Rom einen Hungermarsch, im Brüsseler EU-Parlament wird mit
EU-Abgeordneten diskutiert, in Österreich zeigen Jugendliche der youngCaritas mit innovativen Aktionen, wie wichtig nachhaltiger Lebensstil ist. In den am stärksten betroffenen Ländern der Welt leisten Caritas-HelferInnen einen wichtigen Beitrag im Kampf gegen den Hunger: In Ernährungszentren werden schwer unterernährte Kleinkinder aufgepäppelt, Bauern erhalten Saatgut und Nutztiere und werden in landwirtschaftlichen Methoden geschult, um sich langfristig selbst versorgen zu können.

"Die Ursachen für den Hunger sind mit politischem Willen und gezielten Maßnahmen zu beseitigen", so Landau. "Neben der Verteilung von Nahrungsmitteln im Rahmen der Nothilfe geht es darum, Kleinbauern in den Ländern des Südens dabei zu unterstützen, wieder von der Ernte auf ihren eigenen Feldern leben und für sich und ihre Familien sorgen zu können. Gleichzeitig müssen wir Gesundheitssysteme verbessern, in Bildung und Sensibilisierung der Familien investieren, Getreidepreise stabilisieren und den Klimawandel eindämmen."

Die Caritas ruft dazu auf, ein Zeichen gegen den Hunger zu setzen und bei der Social Media-Aktion anlässlich des Welternährungstages mitzumachen. Posten sie ihr Foto mit "#EndHungerby2025" unter dem entsprechenden Hashtag."

Caritas Präsident Michael Landau: "Mit 1 Million Euro können 12.000 Menschen nachhaltig vom Hunger befreit werden. Ich fordere daher die österreichische Bundesregierung dazu auf, auch ihren Beitrag zu leisten und die Hungerbekämpfung bis 2025 ganz oben auf ihre Entwicklungsagenda zu stellen. Gemeinsam können wir etwas verändern. Ich bin überzeugt: Eine Zukunft ohne Hunger ist möglich."

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