Muchitsch zu Raidl: Laufende Konjunkturprojekte nicht stoppen

Raidl spielt Wirtschaft gegen Wirtschaft aus

Wien (OTS/GBH/ÖGB) - Sehr verwundert zeigt sich der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Bau-Holz (GBH) Josef Muchitsch über die jüngsten Aussagen von Nationalbankpräsident Claus Raidl, man solle die großen Tunnelbauprojekte stoppen und mit dem freiwerdenden Geld Unternehmerförderung betreiben und mehr in Wohn- und Schulbau investieren. Diese Ansicht, so Muchitsch, sei aus regional wirtschaftlicher Sicht mehr als fragwürdig - Raidl spielt Wirtschaft gegen Wirtschaft aus und schaukelt die Bevölkerung auf. ++++

Muchitsch: "Raidls Vorschläge würden bedeuten, Geld von der rechten in die linke Tasche der Wirtschaft zu schieben und dabei auch noch durch eine Verzögerung bei den Tunnelbauten hohe Folgekosten in Kauf zu nehmen. Es macht keinen Sinn, baureifen Projekten Geld zu entziehen. Maßnahmen, welche im Laufen sind und die Konjunktur ankurbeln, dürfen nicht für eine individuelle Unternehmensförderung geopfert werden. Die Unternehmen brauchen keine Förderung für neue Maschinen, wenn die Aufträge dazu fehlen."

Es gehe nicht um die Frage, ob man in Tunnels oder Wohnbau, Kindergärten und Schulen investiert, so Muchitsch: "Wir brauchen beides! Es ist unverantwortlich, hier mit einem Entweder-Oder zu drohen. Es geht um notwendige Investitionen in nachhaltige Projekte, die es den Menschen ermöglicht, auch in den ländlichen Regionen zu leben. Die zunehmende Landflucht kann durch eine zeitgemäße Verkehrsinfrastruktur verhindert werden! Durch die derzeitigen großen Tunnelprojekte werden Regionen gestärkt, in denen neue Unternehmen und Arbeitsplätze geschaffen werden. Tunnelprojekte machen ökologisch und regionalpolitisch Sinn und beginnen sich nach der Fertigstellung mehrfach zu rechen. Das sollte ein Nationalbanker Raidl wissen!

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