Neues Volksblatt: "Eine starke Aussage" von CR Christian HAUBNER

Ausgabe vom 11. Oktober 2014

Linz (OTS) - Es gibt zum Glück mehrere Friedensstifter, die für den Nobelpreis in Frage kommen. Und gerade weil es somit eine Auswahl gibt, ist es verlockend zu hinterfragen, warum die Entscheidung gerade auf den 60-jährigen Inder Kailash Satyarthi und die 17-jährige Pakistani Malala Yousafzai gefallen ist.
Dabei fällt auf, dass die Auszeichnung zwei Kinderrechtsaktivisten gilt. Das ist gut, denn wir müssen Kinder ganz besonders schützen, nicht zuletzt deshalb, weil sie sich im Regelfall nicht selbst für ihre Rechte stark machen können. Mit der Auszeichnung zweier Menschen, die sich in Ländern engagieren, in denen Kinder oft ausgebeutet werden und nicht in die Schule gehen dürfen, macht das Nobel-Komitee eine gute und klare Aussage.
Dass Malala Yousafzai heuer den Nobelpreis bekommt, spricht ebenso Bände. Sie hat sich mit den mächtigen islamistischen Taliban angelegt, indem sie lautstark Schulbildung für Mädchen einforderte -und hat damit beinahe mit ihrem Leben bezahlt. Sie galt bereits im vergangenen Jahr als Favoritin für den Friedensnobelpreis. Damals bekam ihn die Organisation für das Verbot von Chemiewaffen. Auch eine sehr würdige Preisträgerin, keine Frage. Dennoch konnte man vermuten, dass das Nobel-Komitee sich nicht mit einem Teil der islamischen Welt anlegen wollte. Heute, inmitten des IS-Terrors im arabischen Raum, ist man entschlossener. Auch eine starke Aussage.

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