Flüchtling aus Liberia ist klinisch gesund

Stöckl: Entwarnung nach möglichem Ebola-Verdachtsfall / Patient wird aber noch weiter in den SALK überwacht / Keine Gefahr für Dritte

Salzburg (OTS) - (LK) "Jener junge Flüchtling aus Liberia, der Montagabend als möglicher Ebola-Verdachtsfall in die Salzburger Landeskliniken eingeliefert worden war, ist klinisch gesund. Er hat weder Fieber noch sonst ein Symptom, das darauf hindeuten könnte, dass der 15-Jährige ein Ebola-Verdachtsfall bzw. an Ebola erkrankt sein könnte." Das teilte Spitals- und Gesundheitsreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Dr. Christian Stöckl heute, Dienstag, 7. Oktober, nach einer Sitzung des Ebola-Krisenstabes mit. Anschließend informierte Stöckl mit den Mitgliedern des Ebola-Teams auch die Öffentlichkeit über den aktuellen Stand.

Laut Stöckl wird der Patient aus Afrika dennoch bis zum Dienstag kommender Woche auf der Infektiologie auf der 3. Medizin in den Landeskliniken bleiben und überwacht werden. "Dies ist deshalb nötig, weil wir die Angaben des jungen Mannes, wonach seine Familie an Ebola gestorben ist und er sie bis zuletzt gepflegt hat, ernst nehmen müssen. Der Flüchtling bleibt also weiterhin eine Risikokontaktperson", betonte Stöckl. Am Dienstag kommender Woche wird sich dann der Krisenstab erneut zusammensetzen und die weiteren Schritte erörtern.

Erleichtert ist Stöckl über die Tatsache, dass für all jene Menschen, mit denen der Liberianer auf seiner Flucht bzw. in Salzburg in Kontakt gekommen ist, keine Gefahr besteht. "Das haben mir die Experten versichert. Eine Gefahr für Dritte besteht nicht, weil der Flüchtling nicht infektiös ist. Er ist derzeit - wie schon erwähnt -klinisch gesund", so Stöckl.

"Der Fall des jungen Flüchtlings aus Liberia hat gezeigt, dass der Ebola-Notfallplan des Landes Salzburg und der SALK perfekt ausgearbeitet wurde und auf die aktuelle Situation abgestimmt ist. Durch diesen Notfallplan, der seit August des vergangenen Jahres mit sämtlichen betroffenen Einrichtungen kommuniziert bzw. mit den betroffenen Stellen in einem partizipativen Prozess erstellt wurde, konnten rasch, höchst professionell und unaufgeregt alle Maßnahmen ergriffen werden, um mit einem möglichen Ebola-Verdachtsfall richtig umzugehen. Um auch für weitere und möglicherweise wirkliche Ebola-Verdachtsfälle gewappnet zu sein, werden wir den in den SALK vorhandenen Sicherheitslevel von Stufe 3 auf 4 erhöhen. Schutzanzüge der Sicherheitsstufe 4 wurden schon vor längerer Zeit bestellt, aufgrund der hohen Nachfrage vor allem aus Afrika hat sich die Lieferzeit verlängert. Wir werden sie aber in den kommenden Tagen bekommen", so Stöckl, der sich bei allen, die bereits bei den umfangreichen Arbeiten zur Erstellung des Ebola-Notfallplans mitgearbeitet und ihr profundes Wissen eingebracht haben, bedankte, besonders bei den Ärztinnen und Ärzten sowie bei den Krankenpflegerinnen und Krankenpflegern, die den jungen Flüchtling seit gestern betreut und behandelt haben. "Sie alle haben bei diesem Premierenfall eines möglichen Ebola-Verdachtsfalles professionell, tapfer und beherzt agiert. Mein persönliches Bestreben war es, keine Panik zu verbreiten, zugleich aber die Bevölkerung sachlich und offen über diesen Fall und die aktuellen Entwicklungen zu informieren. Gemeinsam mit dem Ebola-Team, das regelmäßig getagt und mich mit den notwendigen Informationen versorgt hat, ist dies auch gelungen", so Stöckl.

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