Reimon: "Juncker muss Konsequenzen aus Hearings ziehen und sein Personalpaket aufschnüren"

Grüne: Hill konnte auch beim Hearing-Nachsitzen die Bedenken gegen ihn nicht ausräumen

Brüssel/Wien (OTS) - "Jonathan Hill konnte oder wollte auch in der zweiten Anhörung vor dem Wirtschaftsausschuss des Europäischen Parlamentes keine klare Auskunft dazu geben, für welche Unternehmen er im Finanzbereich als Lobbyist tätig war. In Verbindung mit seinen extrem spekulations- und liberalisierungsfreundlichen Vorstellungen eines Finanzmarktes ist er für die sensible Position eines Finanzkommissars nicht geeignet", kommentiert Michel Reimon, Grüner Europaabgeordneter und Mitglied im Wirtschafts- und Währungsausschuss des Europaparlaments, das heutige Hearing-Nachsitzen des designierten Finanzkommissars Jonathan Hill.

Die von Juncker als "Siegermannschaft" vorgestellte EU-Kommission hat sich sehr oft bei den vergangenen Hearings als "Liegermannschaft" präsentiert. Der EU-Kommissionspräsident muss jetzt die nötigen Konsequenzen aus diesen verpatzten Auftritten und den offensichtlich falschen Nominierungen ziehen.

Reimon: "Jean-Claude Juncker hat den Fehler gemacht, mehrere KommissarInnen für Portfolios vorzuschlagen, bei denen sie Interessenskonflikte oder Kompetenzmängel haben. Navracsics wurde vom Kulturausschuss bereits als Kultur-Kommissar abgelehnt. Zumindest Canete, Bratusek, Moscovici, Oettinger und eben Hill sind für Positionen vorgesehen, für die sie nicht geeignet sind. Juncker muss sein Personalpaket aufschnüren und größere Rochaden ins Auge fassen."

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