Blecha: Pflege langfristig sichern - Pflegegelderhöhung wird begrüßt

Österreich ist und bleibt Pflegeweltmeister

Wien (OTS/PVÖ) - "Österreich hat das beste Pflegesystem der Welt, in keinem Land der Welt wird pro Kopf mehr Geld für die Pflege und Betreuung pflegebedürftiger Menschen zur Verfügung gestellt. Das gilt es langfristig abzusichern. Der Pensionistenverband begrüßt daher die geplante Anhebung des Pflegegeldes in allen Stufen ab 2016, auch wenn wir uns eine zeitgleiche Valorisierung mit den weiteren Maßnahmen der Pflegenovelle hätten vorstellen können. Die Steigerungen im Pflegebereich übersteigen die Prognosen, mit Verantwortung muss darauf geachtet werden, dass die Kosten nicht explodieren.", erklärte Pensionistenverbands-Präsident Karl Blecha zu den heute in Begutachtung gehenden Änderungen im Pflegebereich. ****

Der vom Pensionistenverband lange geforderte und von Sozialminister Rudolf Hundstorfer umgesetzte Pflegefonds wird kommendes Jahr deutlich auf 300 Mio. Euro erhöht und dann um weitere 50 Mio. auf 350 Mio. Euro für die Jahre 2016, 2017 und 2018 ansteigen.
"Der Leistungsausbau und die Verbesserungen im Pflegebereich waren in den letzten Jahren enorm, allein die Legalisierung der 24-Stunden-Pflege war und ist ein Meilenstein, der auch finanziell zu stemmen war. Ebenso die Verbesserungen für pflegende Angehörige mit der Pflegeteilzeit bzw. -karenz und der Übernahme der Beiträge der Sozialversicherung durch den Bund. Blecha: "Hundstorfer hat wie kein anderer positive Reformschritte bis hin zur Verwaltungsreform im Pflegebereich realisiert und am meisten dazu beigetragen, dass Österreich Pflege-Weltmeister ist. Ich habe kein Verständnis dafür, dass er für diese unangefochtene Spitzenposition kritisiert wird", so Blecha.

Von der Anhebung der Stunden-Werte (in der Stufe 1 von 60 auf 65 Stunden Pflegebedarf) und in der Stufe 2 von 85 auf 95 Stunden Pflegebedarf) sind ausschließlich vollkommene Neuanträge ab 1.1.2015 betroffen - bestehende Leistungen bleiben davon unberührt. Das heißt:
Jede und Jeder behält seine Leistung, auch bei Nachuntersuchungen gilt der ursprüngliche Eintrittszeitpunkt. Ab 2016 wird das Pflegegeld in allen Stufen um 2 Prozent erhöht.

Pflegebedürftige verdoppeln sich - System langfristig sichern

Blecha abschließend: "Bis 2050 wird sich die Zahl der pflegebedürftigen Menschen in Österreich auf fast 900.000 verdoppeln. Pflege wird in JEDER Familie ein Thema sein, jede Familie wird direkt oder indirekt davon betroffen sein! Deshalb muss das System langfristig finanziell stabil gehalten werden!"

Pflegegeldstufen derzeit und ab 2016

Derzeit ab 1.1.2016 Stufe 1 Euro 154,20 Euro 157,30 Stufe 2 Euro 284,30 Euro 290,00 Stufe 3 Euro 442,90 Euro 451,80 Stufe 4 Euro 664,30 Euro 677,60 Stufe 5 Euro 902,30 Euro 920,30 Stufe 6 Euro 1.260,00 Euro 1.285,20 Stufe 7 Euro 1.655,80 Euro 1.688,90

Rückfragen & Kontakt:

GS Andreas Wohlmuth, Pensionistenverband
Österreichs, Telefon: 0664-48 36 138

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