FCG/GPA-djp zum Welttag für menschenwürdige Arbeit: Armut trotz Arbeit ist die große Schande unserer Zeit

Wien (OTS/FCG) - Armut trotz Arbeit, Menschen, die mit fragwürdigen Verträgen aus den Regelarbeitsverhältnissen gedrängt werden, Arbeit auf Abruf - was zählt ist die Gewinnmaximierung. Am Welttag für menschenwürdige Arbeit am 7. Oktober mahnt das FCG/GPA-djp Bundespräsidium zum Umdenken. Denn unzählige arbeitende Menschen haben unter der Unsicherheit ihrer Arbeitsplätze und der größten Ungleichheit seit Menschengedenken zu leiden.
Bereits zum siebten Mal wird der Internationale Tag für menschenwürdige Arbeit begangen. Organisiert vom Internationalen Gewerkschaftsbund treten Gewerkschaften weltweit für menschenwürdige Arbeit und uneingeschränkte Achtung der ArbeitnehmerInnenrechte ein.

Wir brauchen eine Richtungsänderung!

Es geht um uneingeschränkte Solidarität für die ArbeitnehmerInnen in den Fabriken und Werken Afrikas, Lateinamerikas und Südostasiens. Sowie für die Kinder und Jugendlichen, deren täglicher Überlebenskampf sie um ihre Kindheit und ihre Bildung bringt. Gerade in den ärmeren Ländern dieser Welt sind viele Millionen Frauen, Männer und Kinder zutiefst von Armut trotz Arbeit betroffen. Gewerkschaften werden unterbunden, und dort wo GewerkschafterInnen ihren ungleichen Kampf beginnen, werden diese verfolgt und bedroht. Die neoliberale Katastrophenspirale muss gestoppt werden. Nachhaltige Entwicklung muss das Ziel sein, und nicht hohe Dividendenzahlen und Börsenkurse. Wir brauchen ein neues wirtschaftspolitisches Konzept, das einen Ausgleich zwischen Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt herbeiführt. Die Ideen der ökosozialen Marktwirtschaft und des Global Marshallplans werden schon seit einigen Jahren von der FCG/GPA-djp unterstützt, und sind der nötige Schritt in die richtige Richtung.

Vielschichtige Forderungen für ein gutes Arbeitsleben!

Doch auch in Österreich gibt es Handlungsbedarf. Immer mehr Menschen leiden unter prekären Arbeitsverhältnissen und fristen als "Working Poor" ihr Dasein. "Das ist eine Schande und beschämend in einem der weltweit reichsten Länder. Immer häufiger klagen ArbeitnehmerInnen darüber, dass die Arbeit krank macht. Wer nicht mehr leistungsfähig ist oder "zu teuer" wird, verliert den Job. Auf der anderen Seite sollen wir aber länger im Arbeitsprozess bleiben", kritisieren der Bundesvorsitzende Wolfgang Pischinger und der Bundesgeschäftsführer Günther Trausznitz.
Als Gegenkonzept fordert die FCG/GPA-djp die verpflichtende Einführung eines Generationenmanagements und die Installierung von "Alternsbeauftragten" in Unternehmen. Darüber hinaus braucht es klare Regelungen für die wild wuchernden Vereinbarungen, die am Arbeitsrecht vorbeigehen. Stopp den All-In Klauseln, Knebelverträgen und Konkurrenzklauseln, die jeglicher Realität fern sind. Wir brauchen klare arbeits- und sozialversicherungsrechtliche Regelungen für ALLE Dienstverhältnisse - Schluss mit diesem Wildwuchs unter dem Deckmantel der Flexibilisierung!

Der Mensch ist das Maß aller Dinge und daher stellt das Bundespräsidium der FCG/GPA-djp klar: "Mensch und Arbeit - Balance ein Leben lang!"

Rückfragen & Kontakt:

FCG/GPA-djp
Michael Schediwy-Klusek
Telefon: 05 0301-21273
Mobil: 05 0301-61273
E-Mail: michael.schediwy-klusek@gpa-djp.at
http://www.fcg-gpa.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FCG0001