Neues Volksblatt: "Der Frust geht um" von Heinz WERNITZNIG

Ausgabe vom 7. Oktober 2014

Linz (OTS) - Im Bundesheer ist die Stimmung auf dem Tiefpunkt, es regiert der Frust. Dies zeigte sich gestern bei der Pressekonferenz des Oö. Militärkommandos im Fliegerhorst Vogler in Hörsching ganz deutlich. Kein Wunder, war doch nach dem klaren Volksentscheid für den Beibehalt der Wehrpflicht kurze Zeit so etwas wie Aufbruchstimmung bei den Militärs spürbar.
Doch seit vergangener Woche, als SPÖ-Verteidigungsminister Gerald Klug sein "Strukturpaket" präsentierte, das neben Kasernenschließungen einen Jobabbau und eine massive Reduktion beim schweren Gerät vorsieht, haben die Führungskräfte die Hoffnung aufgegeben, dass die jahrelange Talfahrt gestoppt werden könnte. Vielmehr geht die Sorge um, dass auch für die in einigen Jahren anstehenden Ersatzinvestitionen für die in die Jahre gekommene Flotte kein Geld da sein wird.
Die Mehrheit der Österreicher werden diese Bedenken wohl kalt lassen:
Das Bundesheer ist gerne gesehen, wenn helfende Hände bei Naturkatastrophen wie Hochwasser oder Lawinenabgänge notwendig sind. Ansonsten sollen die Soldaten bei Übungen aber so wenig Lärm wie möglich machen. Und die militärischen Konflikte spielen sich weit entfernt von der Landesgrenze ab - so die Einstellung vieler Landsleute.
Zu einem Umdenken wird es vermutlich erst dann kommen, wenn es bei der Katastrophenhilfe hapert.

Rückfragen & Kontakt:

Neues Volksblatt, Chefredaktion
Tel.: 0732/7606 DW 782
politik@volksblatt.at
http://www.volksblatt.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NVB0001