Jetzt wird es ernst für die Ministerin - Leitartikel von Jochim Stoltenberg

Berlin (ots) - Die Bundeswehr und ihre Rüstung - das war noch nie ein
Ruhmesblatt. Wenn Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen also gleich zu Beginn ihrer Amtszeit das jetzt vorgelegte externe Rüstungsgutachten in Auftrag gegeben hat, war das ein kluger Akt ministerieller Selbstverteidigung. Die Mängel sowohl bei der Industrie wie im Ministerium selbst liegen nun offen; zu verantworten von ihren Vorgängern.

Mit der Berufung einer Seiteneinsteigerin zur Staatssekretärin für Rüstung hat die auch gerade erst ein Jahr amtierende Ministerin erstaunlichen Mut bewiesen. Aber dieser Mut birgt zugleich ein Risiko. Beide beamtete Staatssekretäre haben weder verteidigungspolitische noch militärische Erfahrung. Damit steht ein ziviles, fachlich unerfahrenes Dreigestirn an der Spitze des Ministeriums.

So wird die Lösung der vielfältigen Rüstungsprobleme zur ersten großen Bewährungsprobe der Ministerin. Ausreden und Ehrgeiz allein helfen nicht mehr. Sie muss gewinnen, wenn ihre ohnehin erstaunliche politische Karriere kein vorzeitiges Ende finden soll.

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