Land Kärnten setzt mit Hinhalte-Taktik die Zukunft der Pflege aufs Spiel

Das Fortbestehen vieler Alten- und Pflegeheime in Kärnten ist gefährdet: Das Land zahlt zu wenig, die Heimbetreiber drohen mit Klage.

Klagenfurt (OTS) - Seit Jahren kämpfen die Kärntner Alten- und Pflegeheimbetreiber um die angemessene Abgeltung ihrer erbrachten Leistungen. Doch bei der Kärntner Landesregierung herrscht Stillstand. Trotz wiederholter Zusagen an die Betreiber und der immer wieder medial inszenierten Aufbruchstimmung durch die Sozialreferentin Beate Prettner hat sich nichts getan.

Ganz im Gegenteil: Anstatt mit den Heimbetreibern nach Lösungen zu suchen, werden Gesprächsversuche von Seiten des Landes abgeblockt -bis den Unternehmern nur mehr die Möglichkeit des Klagswegs bleibt. Gefordert werden von den Unternehmern übrigens keine Zuschüsse oder Förderungen, sondern die Abdeckung der Kosten, wie sie auch laut Gesetz vorgesehen ist.

Für die Alten- und Pflegeheimbetreiber ist es nun bereits "5 vor 12". Wird der Sockelbetrag des Landes nicht rasch erhöht, wird die zu geringe finanzielle Abgeltung zu einer Existenzfrage. Schon jetzt stellen sich viele der Betroffenen die Frage, wie lange sie ihre Heime noch weiterführen werden können, wenn das Land offenbar kein Interesse daran hat, einen kostendeckenden Beitrag zu leisten und damit die qualitativ hochwertige Pflege im Land zu sichern. Denn im Gegensatz zu der Behauptung des Landes, dass die Beiträge für Alten-und Pflegeheime bei deren 90-prozentiger Auslastung kostendeckend seien, reicht das Geld des Landes derzeit in keinem Heim und bei keiner Auslastung.

Keine Transparenz von Seiten des Landes
Wie das Land bei seiner Berechnung auf solche Werte und prozentuelle Auslastungsannahmen kommt, ist für Experten ohnehin nicht nachvollziehbar. Es gibt keine Kostenkalkulationen des Landes, die Berechnung wird ohne Transparenz und Information aufgestellt. Auch auf Nachfrage der Heimbetreiber weigert sich die Landesregierung, Detailauskünfte zu seiner Berechnungsmethode zu geben. Die Betriebe aber können jede Ausgabe und alle Personalkosten auf Punkt und Beistrich dokumentieren und so belegen, dass die derzeitige Kostenübernahme des Landes bei weitem nicht ausreicht.

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