Kampagne "Einstellungssache 50+" präsentiert

Sobotka, Zwazl, Wieser, Fakler: Türöffner für den nächsten Job

St. Pölten (OTS/NLK) - Das Arbeitsmarktservice startete unter dem Motto "Einstellungssache 50+" gemeinsam mit dem Land Niederösterreich sowie der Wirtschafts- und Arbeiterkammer NÖ eine Initiative, um Jobsuchende sowie personalsuchende Unternehmen zu unterstützen. Aus Mitteln des Bundes stehen dafür zehn Millionen Euro zur Verfügung, um Niederösterreicherinnen und Niederösterreichern im Alter ab 50 Jahren, die bereits 182 Tage und länger beim Arbeitsmarktservice vorgemerkt sind, die Türen für den nächsten Job zu öffnen. Das Angebot umfasst eine Lohnkostenförderung in der Höhe von 50 Prozent des Bruttoentgeltes für die Dauer von sechs Monaten. Rund 900 Menschen ist heuer bereits auf diese Weise der Wiedereinstieg ins Erwerbsleben gelungen.

"Die Arbeitslosigkeit der 50-Jährigen hat in Niederösterreich im September die Zahl von 14.461 erreicht. Diese Entwicklung rührt nicht daher, dass die Wirtschaft ältere Arbeitnehmer nicht will, sondern ist darauf zurückzuführen, dass ältere Arbeitslose länger ohne Beschäftigung bleiben. Jüngere Arbeitssuchende sind im Durchschnitt nur zwei Monate arbeitslos, über 50-Jährige sind manchmal über ein halbes Jahr auf Arbeitssuche", so Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Wolfgang Sobotka heute, Montag, im ORF Landesstudio NÖ in St. Pölten bei einer Pressekonferenz über die Inhalte dieses Beschäftigungsprogramms. In Niederösterreich sei beispielsweise das Projekt "EPU-Assistent" sehr gut angekommen. Dabei würden Arbeitssuchende beim Verein "Jugend und Arbeit" angestellt und für die Dauer von maximal einem Jahr an Ein-Personen-Unternehmen überlassen, führte Sobotka aus. Das Projekt "45 bis 50" sei dazu da, den Betroffenen die Zeit zwischen Verlust der Arbeit und neuer Arbeit zu verkürzen und die Menschen auch mental aufzufangen.

Sonja Zwazl, die Präsidentin der Wirtschaftskammer Niederösterreich (WKNÖ), meinte: "Die Initiative 'Einstellungssache 50+' unterstützt arbeitslose Menschen und die Wirtschaft gleichermaßen und liegt damit genau richtig. Jüngere Beschäftigte sind vielleicht in dem einen oder anderen Fall schneller unterwegs, aber die älteren haben den Erfahrungsvorsprung und kennen die Abkürzungen. In unseren Betrieben wird generationenübergreifende Partnerschaft gelebt."

Markus Wieser, Präsident der Arbeiterkammer, sagte: "Ältere Menschen erleben längere Arbeitslosigkeit und altersbedingte Absagen besonders demotivierend. Mit dieser gemeinsamen Aktion können wir aufzeigen, dass Erfahrung und Wissen ihren Wert haben und den Betrieben mehr bringen als sie kosten. Dazu informiert die Arbeiterkammer rund 6.000 Betriebsräte als wichtige Multiplikatoren in den Unternehmen auch über die attraktiven Lohnkostenförderungen."

Mag. Karl Fakler, Landesgeschäftsführer des Arbeitsmarktservice Niederösterreich, stellte fest: "Wer im Alter ab 50 den Job verliert, läuft Gefahr, langzeitarbeitslos zu werden. Ältere Personen werden nicht häufiger arbeitslos als jüngere, bleiben aber in der Tendenz deutlich länger ohne Arbeit."

Nähere Informationen: Büro LH-Stv. Sobotka, Mag. (FH) Eberhard Blumenthal, Telefon 02742/9005-12221, e-mail eberhard.blumenthal@noel.gv.at, Arbeitsmarktservice NÖ, Mag. Martina Fischlmayr, Telefon 0664/83 50 517.

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