Seniorenbund / Khol: Reform der Pflege-Sachleistungen kann und muss geschafft werden

Seniorenbund schlägt Bundes- und Landeszielsteuerungskommission wie bei Gesundheitsreform vor

Wien (OTS) - Im Anschluss an die heutige ORF-Pressestunde in der erneut die Pflege-Situation in Österreich Thema war, hält Univ.-Prof. Dr. Andreas Khol, Bundesobmann des Österreichischen Seniorenbundes und Präsident des Österreichischen Seniorenrates fest:

"Qualität und Preis der Pflege darf in Österreich nicht länger davon abhängen, wo man wohnt! Mit der Einführung des Pflegefonds wurde eine Reform und damit verbunden eine Harmonisierung der Pflege-Sachleistungen vereinbart, die leider bis heute offen geblieben ist. Der Rechnungshof hat zudem unzählige Einsparungsmöglichkeiten im Bereich der Verwaltung von Pflege-Sachleistungen aufgezeigt. So gibt es z.B. für einen einzigen Heimplatz noch heute 19 (!) Überweisungsströme! Wir wollen, dass das Geld zu den Menschen kommt und nicht länger in ineffizienten Strukturen versickert. Wir schlagen daher vor, analog zur Gesundheitsreform, eine Bundes- und neun Landeszielsteuerungskommissionen einzurichten, die effizient und rasch erste große Schritte nach vorne setzen!"

Khol betont abschließend, dass man sich längst über Parteien und Organisationen hinweg einig sei, die Pflege-Finanzierung aus Steuermitteln aufrecht zu erhalten. Zu überlegen sei mittelfristig die Abschaffung des Vermögensregress, der eine "de facto 100 Prozent Erbschaftssteuer bedeutet", dazu "muss man aber nicht neue Steuern einführen, sondern endlich die Strukturen effizienter gestalten!"

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