Katholische Aktion für Recht auf Sterben in Würde in Verfassung

"Sterbebegleitung und Palliativmedizin sind der bessere Weg im Vergleich zur aktiven Sterbehilfe"

Wien, 05.10.14 (KAP) Die Katholische Aktion Österreich (KAÖ) unterstützt die mögliche Verankerung des geltenden Verbots der aktiven Sterbehilfe sowie eines "Grundrechts auf ein Sterben in Würde" in der Verfassung. Die Umsetzung dieser Pläne, über die in den kommenden Monaten eine parlamentarische Enquetekommission berät, wäre eine wichtige Maßnahme zur Absicherung der Menschenwürde und der Rechte unheilbar Kranker und Sterbender, heißt es in einer am Sonntag veröffentlichten Erklärung, die bei der jüngsten KAÖ-Jahreskonferenz einstimmig beschlossen wurde. Ergänzend zu den Verfassungsbestimmungen fordert die kirchliche Laienorganisation, dass für Betroffene der Zugang zu Palliativmedizin und Sterbebegleitung sichergestellt wird.

Österreich habe sich bereits bisher mit seinem Festhalten am Verbot aktiver Euthanasie und dem Ausbau der Sterbebegleitung und des Hospizwesens erfolgreich einer Aufweichung der Würde des Menschen am Ende seines Lebens widersetzt, so die Katholische Aktion. Diesem wesentlich von engagierten Christen getragenen Weg hätten sich auch viele Menschen anderen Glaubens oder anderer Weltanschauung aus Überzeugung angeschlossen.

Entscheidend in der Sterbebegleitung sei die Nähe und der Trost eines Mitmenschen, hält die KAÖ fest und erinnert in diesem Zusammenhang an das vom verstorbenen Wiener Erzbischof Kardinal Franz König (1905-2004) geprägte Wort wonach Menschen nicht "durch die Hand", sondern "an der Hand" eines Anderen sterben sollen. Eine zweite wesentliche Säule bildeten zudem die heutigen medizinischen Möglichkeiten der Schmerzlinderung, so die Katholische Aktion:
"Sterbebegleitung und Palliativmedizin sind der bessere Weg im Vergleich zur aktiven Sterbehilfe."

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