Christian Ragger: Skurrile Sparpläne für die Pflegeheime

15 Millionen Einsparung, indem man schwer Pflegebedürftige nicht in Heime lässt

Klagenfurt (OTS) - "Sozialreferentin LhStv Dr. Beate Prettner hat skurrile Sparpläne für die Pflegeheime. Durch eine Ausweitung von Überprüfungen (case management) will man sogar schwer Pflegebedürftige daran hindern, in ein Pflegeheim eintreten zu dürfen. Ein gemeinsames Papier von LH Peter Kaiser und von LhStv Dr. Gabrielle Schaunig-Kandut, das am Montag in der Landesregierung behandelt wird, nennt durch die Ausweitung der Überprüfungen auf Personen mit der Pflegestufe 5 Einsparungen in Höhe von 15 Millionen Euro", teilt der Obmann der Kärntner Freiheitlichen LR Mag. Christian Ragger mit. Der "Gewalt-Eingriff" würde bedeuten, dass von den etwa 600 Neueintritten in eines der 70 Kärntner Pflegeheime, die es bisher pro Jahr gibt, in Zukunft nur mehr 150 erlaubt würden. Nur bei einer solchen Größenordnung käme man auf man auf die von Schaunig in ihrem Bericht angeführte Ersparnis von 15 Millionen Euro. "Das wäre der rücksichtsloseste und massivste Eingriff in das Kärntner Pflegewesen, den es bisher in Kärnten gegeben hat", so Ragger. Unzumutbar für die Betroffenen! Dieses case management ist bei Personen mit leichter Pflegebedürftigkeit (bis Stufe 3) sinnvoll, aber ab der Stufe 4 und 5 nur mehr eine Schikane.
"Man kann jetzt nur darüber rätseln: Will Prettner das umsetzen, oder weiß sie gar nicht, welche Pläne in und mit ihrem Ressort gewälzt werden? Oder aber stammt dieser Sparvorschlag von LhStv Schaunig, die in ihrem aufwendigen gestalteten Papier möglichst schöne Zahlen nennen will, die aber völlig realitätsfremd sind", meint Ragger. Er werde jedenfalls bei der Regierungssitzung am Montag darauf drängen, dass offengelegt wird, welche Einschnitte tatsächlich geplant sind. Eine Einsprung von 15 Millionen Euro in Pflegeheime sei jedenfalls unhaltbar. Dagegen müssen alle demokratischen Mittel ergriffen werden, so Ragger abschließend.

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