"profil": Bundesheer erhält erste Drohnen

Zu geringe Reichweite für Grenzüberwachung - Innenministerium will sich Geräte ausborgen

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, gibt es beim Bundesheer Geld für die Anschaffung von Drohnen, obwohl Verteidigungsminister Gerald Klug gerade einen radikalen Sparkurs verordnet hat. Noch heuer sollen die ersten sechs Systeme mit insgesamt 18 ferngesteuerten Flugkörpern im Anschaffungswert von drei Millionen Euro mit einjähriger Verspätung ausgeliefert werden. Der Vertrag mit Kapsch BusinessCom AG wurde vor einem Jahr geschlossen. Die Drohnen produziert das französische Unternehmen Survey Captor, eine Tochterfirma des Konzerns Airbus Industries, der auch den Eurofighter herstellt. Die Elektronik und Steuerung liefert Kapsch.

Der Einsatz im Inland ist problematisch. Das Bundesheer muss Flugverbotszonen ausrufen, um Kollisionen mit Flugzeugen oder Hubschraubern zu vermeiden. Für die Grenzüberwachung haben die Drohnen, anders als jene in der Schweiz, eine zu geringe Reichweite. Laut Bundesheer-Experten hat aber das Innenministerium Interesse gezeigt, die Drohnen etwa für die Überwachung von Demonstrationen auszuborgen.

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