Neues Volksblatt: "Alles geben" von Markus EBERT

Ausgabe vom 4. Oktober 2014

Linz (OTS) - Auf's erste Hinhören mag es paradox klingen, wenn man sagt, dass bei der OÖVP ein Generationswechsel stattgefunden hat. Denn immerhin bleibt mit Josef Pühringer jener Mann an der Spitze der Landespartei, der die Obmannfunktion schon seit 19 Jahren innehat. Diese Kontinuität wird freilich unterlegt mit einer stark verjüngten Stellvertreter(Innen)riege - was auch signalisiert, dass die "Personalentwicklung" nicht vernachlässigt wurde.
Wie überhaupt es nicht Sache der OÖVP ist, bloß den Status Quo zu verwalten: "Eine gute Position kann man nicht pragmatisieren lassen, man muss sie immer wieder neu erringen", sagt Pühringer - und definiert damit den Anspruch an sich und seine Partei, dass es kein selbstzufriedenes Zurücklehnen geben darf.
Dem Land hat diese Einstellung bisher sehr gut getan, man muss den Vergleich mit den anderen Bundesländern nicht scheuen. Nachdem aber bekanntlich das Bessere der Feind des Guten ist, wurde das Parteitagsmotto "Bereit sein. Vorwärts schauen" um den Slogan "Alles geben" erweitert. Oder, wie Pühringer es am Parteitag auch formulierte: "Der Erfolg darf die Sicht auf jene Punkte, wo wir uns anstrengen müssen, nicht verstellen". Dass er darunter auch heiße Eisen wie die Fusion von Energie AG und Linz AG oder der Kulturgesellschaften von Stadt Linz und Land OÖ versteht, signalisiert, wie ernst ihm dieses "alles geben" ist.

Rückfragen & Kontakt:

Neues Volksblatt, Chefredaktion
Tel.: 0732/7606 DW 782
politik@volksblatt.at
http://www.volksblatt.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NVB0001