Eurofighter: Wartungsarbeiten auf Innsbrucker Flughafen

Wien (OTS/BMLVS) - Der gestern in Innsbruck gelandete Eurofighter des Österreichischen Bundesheeres verbleibt vorerst am Flughafen. Grund dafür sind spezielle Wartungschecks und Systemrückstellungen, die aus Sicherheitsgründen vor dem Abflug durchgeführt werden müssen. Dazu ist Spezialwerkzeug notwendig. Dieses wird kommende Woche nach Innsbruck gebracht.

Der Grund der Notlandung des Eurofighters war das Aufleuchten der Triebwerksbrandwarnanzeige. In dieser Situation handelte der Pilot vorschriftenkonform eine Checkliste ab. Diese sieht die Abschaltung bestimmter Systeme vor, u. a. des betroffenen Triebwerks. Ziel ist es dabei, die betroffenen Systeme zu schonen, um Schäden an der Maschine zu vermeiden. Der Vorgang ist mit dem Aufleuchten der Ölwarnleuchte in einem Auto vergleichbar.

Aufgrund des hochkomplexen Systems Eurofighter können diese Notmaßnahmen nicht sofort zurückgestellt werden. So wurde etwa bei der Landung das Fahrwerk arretiert, um ein "Wegklappen" bei der Notlandung zu verhindern. Dies führt dazu, dass nun Techniker mit Spezialwerkzeugen den ursprünglichen Zustand herstellen müssen. Die Eurofighter flogen am Donnerstagnachmittag in über neun Kilometer Höhe. Während des Abfangfluges mit Überschallgeschwindigkeit leuchtete in einem der beiden Abfangjäger eine Triebwerksbrandwarnanzeige auf. Das Luftfahrzeug konnte sicher in Innsbruck landen. Es handelte sich hierbei um eine routinemäßige Ausweichlandung auf einem zivilen Flugplatz.
Die Ausbildung zum Eurofighter-Piloten beinhaltet derartige Szenarien, deren Abläufe standardisiert sind. Im vergangenen Jahr trainierten die österreichischen Eurofighter-Piloten Landungen auf allen zivilen Flughäfen in Österreich.

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