EU-Kommission holt rot-weiß-rote KMU vor den Vorhang

Heimischer Mittelstand gilt als besonders wettbewerbsfähig - WKÖ-Generalsekretärin Hochhauser: Vorsprung sichern, Bürokratie abbauen

Wien (OTS/PWK649) - Laut der aktuellen Leistungsüberprüfung der EU-Kommission im KMU-Sektor ("Small Business Act") schneiden Österreichs Betriebe im europäischen Vergleich sehr gut ab. Vor allem im Bereich Wettbewerbsfähigkeit wird heimischen KMU ein gutes Zeugnis ausgestellt. "Wir freuen uns sehr, dass sich Österreich in diesem Leistungsvergleich in vielen Punkten verbessern konnte. Unsere KMU haben es sich verdient, vor den Vorhang geholt zu werden. Schließlich sind sie es, die Wachstum, Wohlstand und Beschäftigung in unseren Land sichern", so WKÖ-Generalsekretärin Anna Maria Hochhauser.

Gleichzeitig gelte es aber auch, die aufgezeigten Verbesserungspotenziale aufzunehmen: "Wie das EU-Ranking zeigt, haben wir in den Bereichen Entbürokratisierung sowie auch bei der Verfügbarkeit von Fachkräften Aufholbedarf. Hier muss die Politik ansetzen, denn diese Punkte zählen zu den Schlüsselfaktoren für die Wettbewerbsfähigkeit und Standortqualität von morgen", fordert Hochhauser. Sie begrüßt in diesem Zusammenhang das von Vizekanzler Reinhold Mitterlehner bei der Regierungsklausur angekündigte Bürokratie-Abbau-Paket und erwartet, dass dieses rasch umgesetzt wird. Um dem Fachkräftemangel Einhalt zu gebieten, brauche es eine weitere Stärkung und Ausbau des dualen Ausbildungssystems. Auch eine Stärkung aktiver Arbeitsmarktmaßnahmen, wie etwa ein breiterer Einsatz von Eingliederungsbeihilfen, würde helfen, Angebot und Nachfrage am Arbeitsmarkt näher zueinander zu bringen.

Hochhauser: "Die Bewertung der EU sollten wir zum Anlass nehmen, um die Rahmenbedingungen für unseren Mittelstand weiter zu verbessern. Schließlich sind diese Betriebe die tragende Säule unserer Wirtschaft. Dazu zählt neben bürokratischer Entlastung sicher auch Entlastung von Kosten: Wichtig wäre etwa eine Senkung von Lohnnebenkosten. Neue Steuern, etwa Eigentumssteuern, könnten unseren Vorsprung im EU-Ranking rasch zunichte machen, weil sie für viele unserer Betriebe eine zusätzliche unzumutbare Belastung darstellen würden." (PM)

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