FSG/GÖD-Bundesheer: Schmerzliche Reformschritte beim Bundesheer

Budgetäre Notlage erfordert Notbremsung um eigenständiges Bundesheer zu erhalten.

Wien (OTS/FSG) - Die heute präsentierten Reformpläne zum Österreichischen Bundesheer enthalten drastische Einschnitte und Reduktionen. Dem Bundesheer wurde bereits in den letzten acht Jahren das Budget eines Jahres vorenthalten. Seit vielen Jahren wurden vom Bundesheer schon etliche Opfer eingefordert. Nach der Volksbefragung zum Wehrsystem wurde die Situation nochmals verschärft. Statt dem Bundesheer 30 Millionen Euro mehr für die politisch geforderte Attraktivierung des Wehrdienstes zu geben, hat der Finanzminister das Heeresbudget nochmals um weitere 48 Millionen Euro gekürzt. Für die FSG in der Landesverteidigung war abzusehen, dass die aktuelle budgetäre Notlage Reaktionen erfordern wird, um das Bundesheer einerseits durch die aktuelle Situation zu bringen und andererseits auch weiterhin als eigenständige Institution zu erhalten.

Jede Standortschließung und Gerätereduktion ist für die betroffenen Menschen und die betroffenen Regionen schmerzlich. "Wenn der Staat derartige Maßnahmen einleiten muss, dann muss er auch zu seinen Bediensteten stehen und soziale Begleitmaßnahmen (wie z.B. Mobilitätsförderung) gewähren", fordert Harald Schifferl, Vorsitzender der FSG im Bundesheer. Auch im Hinblick auf die Ende November 2014 stattfindenden Bundes-Personalvertretungswahlen war es aber höchst an der Zeit, dass die Reformmaßnahmen nun präsentiert wurden und die Gerüchteküche um die Zukunft des Bundesheers endlich beendet wird.

Schifferl erinnert alle politisch und militärisch Verantwortlichen daran, dass im und für das Österreichische Bundesheer mehr als 20.000 Menschen mit großem Engagement arbeiten und deshalb auch der Mensch im Mittelpunkt aller Überlegungen stehen muss.
Auch wenn der Ministerratsbeschluss zur Reform des Bundesheeres noch aussteht, appelliert Schifferl jetzt schon an alle PolitikerInnen:
"Die Arbeit der Menschen verdient Respekt. Schaffen wir Kooperationen mit Einrichtungen der Öffentlichen Hand und auch Privaten, um den von der Reform betroffenen Soldatinnen und Soldaten sowie zivilen Bediensteten neue Zukunftschancen zu geben."

Trotz aller Reformmaßnahmen braucht das Österreichische Bundesheer aber rasch zusätzliche Finanzmittel, um unbedingt erforderliche Investitionen für die Einsatzfähigkeit, wie z.B. für Hubschrauber und Fahrzeuge, zu tätigen.

Rückfragen & Kontakt:

FSG/GÖD Bundesheergewerkschaft
Mag. Harald Schifferl,
Tel. 0664/404 19 79

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