Arbeitsbedingungen und Honorar für ständig freie JournalistInnen endlich geregelt

Vertrag tritt ab Dezember in Kraft - Journalistenkollektivvertrag neu damit finalisiert

Wien (OTS/ÖGB) - Die Journalistengewerkschaft in der GPA-djp (Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier) und der Verband Österreichischer Zeitung (VÖZ) haben sich am 2. Oktober 2014 auf einen neuen Gesamtvertrag für ständig freie JournalistInnen bei Tages- und Wochenzeitungen sowie deren Nebenausgaben und redaktionellen digitalen Angebote geeinigt. Neben einer neuen Honorargestaltung präzisiert der Vertrag auch die Tätigkeitsbestimmungen.

"Der neue Vertrag, auf den wir uns nach langen Verhandlungen geeinigt haben, bedeutet einen wichtigen Schritt in Richtung Fairness und Transparenz: er enthält klare Bestimmungen über die Gestaltung der Arbeitsbedingungen und er definiert die Einsatzmöglichkeiten ständig freier JournalistInnen bei ihrer Tätigkeit in den Redaktionen glasklar. Das bedeutet, dass die Kolleginnen und Kollegen nicht mehr zu Strukturdiensten herangezogen werden können", berichtet der Vorsitzende der Journalistengewerkschaft, Franz C. Bauer. Außerdem enthält der Vertrag Regelungen für Dienstreisen, Abschlagshonorare, urheberrechtliche Bestimmungen, Regelungen über das Informationsrecht des Betriebsrats und über die Beendigung der Zusammenarbeit (Kündigungsfristen).

Eine wichtige Neuerung betrifft die Zeilenhonorare. Bisher mussten Anschläge und Zeitaufwand kollektivvertragsgemäß getrennt verrechnet werden, es galten auch zwei unterschiedliche Zeitsätze (wobei es in Einzelfällen dazu gekommen sein soll, dass der Zeitaufwand "vergessen" wurde). "Hier haben wir eine Vereinfachung vereinbart:
Der Zeitaufwand wurde in die Zeilenhonorare/Anschlagshonorare hineingerechnet, was uns künftig eine transparentere und fairere Honorierung der Freien bringt", erklärt Bauer.

Der neue Vertrag und die vereinfachte Honorarabgeltung treten mit 1. Dezember 2014 in Kraft. Für Bild- und Video wurden bereits im Juni 2014 neue Tarife vereinbart. Bildbeiträge werden mit 23,79 Euro bzw. mit 43,96, Euro, Videobeiträge mit 40,98 Euro bzw. mit 71,72 Euro abgegolten. "Mit dieser Einigung kann man das Kapitel Journalisten Kollektivvertrag neu nach jahrelangen Verhandlungen sozusagen als abgeschlossen bezeichnen", so Bauer abschließend.

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Gewerkschaft der Privatangestellten,
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