Welttierschutztag - Stronach/Weigerstorfer: Österreich muss Vorreiterrolle im Kampf gegen Tiertransporte einnehmen

EU-weite Beschränkung der Tiertransporte auf acht Stunden gefordert

Wien (OTS) - Anlässlich des Welttierschutztages erinnert Team Stronach Tierschutz- und Umweltsprecherin Ulla Weigerstorfer an das entsetzliche Leid durch Tiertransporte, zu dem es tagtäglich auch in Österreich kommt: "Die Tiere werden oft tagelang und unter dramatisch schlechten Bedingungen quer durch Europa und somit auch Österreich gekarrt; fehlendes Futter und Wasser, Schläge, Stöße und Misshandlungen, tagelange Fahrten ohne Pausen, extreme Hitzeschwankungen und Platznot sind dabei eher die Regel als die Ausnahme; die Kontrollen sind aber mehr als unzureichend", berichtet Weigerstorfer und mahnt: "Tiere sind fühlende Lebewesen und kein Fabrikat zu unserem Gebrauch. Wertschätzung und dementsprechendes Handeln ist man den Tieren schuldig!"

Weigerstorfer macht auch darauf aufmerksam, dass Rinder, Schweine und Hühner inzwischen längst nicht nur zum Schlachthof transportiert werden, sondern auch Jungtiere zur Mast dorthin, wo die Futtermittel billig sind. "Wir vom Team Stronach fordern, dass lebende Tiere, die für Zucht, Mast oder Schlachtung bestimmt sind, höchstens acht Stunden pro Tag europaweit transportiert werden dürfen!", so Weigerstorfer. In weiterer Folge sollen "Lebendtiertransporte aus dem Ausland durch unser Land generell verboten werden", fordert sie. Die Tiere seien immer nur zum nächst gelegenen Schlachthof zu transportieren.

Außerdem setzt sich Weigerstorfer für die Einführung einer EU-weiten Regelung ein, die den Tierschutz in allen EU-Ländern auf zumindest das österreichische Niveau anhebt. "Die Tierschutzbestimmungen sind innerhalb der Union national und immer noch sehr unterschiedlich geregelt; Millionen Nutztiere haben in vielen Staaten der EU keinerlei Rechte oder Schutz", kritisiert die Team Stronach Mandatarin.

"Tierschutz beginnt schon in der Landwirtschaft", erinnert Weigerstorfer und verlangt, dass EU-Förderungen und -Subventionen unverzüglich abgesetzt und gestrichen werden, "wenn Praktiken angewendet werden, die tierschutzrechtlichen Bestimmungen widersprechen." Außerdem unterstreicht sie die Forderung von Team Stronach Agrarsprecher Leo Steinbichler nach der Einführung eines echten unverfälschten Gütesiegels für österreichisches Fleisch; "die Konsumenten sollen die Möglichkeit haben, mit gutem Gewissen regionale Produkte zu kaufen, von Tieren, die unter österreichischen Tierschutzbestimmungen gezüchtet und geschlachtet worden sind", so Weigerstorfer.

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