"Orientierung" am 5. Oktober: Unterbringung von syrischen Flüchtlingen, Brennpunkt Ostukraine und neues Islamgesetz

Wien (OTS) - Christoph Riedl-Daser präsentiert im in HD produzierten ORF-Religionsmagazin "Orientierung" am Sonntag, dem 5. Oktober 2014, um 12.30 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:

Offene Türen: Hilfe für Flüchtlinge durch katholische Kirche

In der aktuellen Debatte rund um die Unterbringung von syrischen Flüchtlingen in Österreich ist immer wieder der Appell zu hören, auch die Kirchen mögen ihre Türen für Flüchtlinge öffnen. Erst jüngst forderten die Mitglieder des ÖVP-Landtagsklubs in Niederösterreich eine Aufnahme von Asylsuchenden in Pfarrhöfen. "Wir sollten uns nicht gegenseitig den Schwarzen Peter zuschieben, sondern müssen gemeinsam anpacken", reagiert Kardinal Christoph Schönborn im "Orientierung"-Interview. Die "Orientierung" hat einen Lokalaugenschein in der Vorderbrühl bei Wien unternommen, wo Trinitarier-Schwestern gemeinsam mit der katholischen Gemeinschaft Immaculata eine syrische Flüchtlingsfamilie aufgenommen haben, hat die Pfarre Traiskirchen besucht, wo die Pfarrgemeinde eine Wohnung für Flüchtlinge zur Verfügung stellt, und hat sich im Missionshaus St. Gabriel der Steyler Missionare in Maria Enzersdorf bei Wien umgesehen, wo aktuell 140 Flüchtlinge untergebracht sind. Ein Bericht von Christoph Riedl-Daser.

Im "Orientierung"-Studiogespräch zur aktuellen Flüchtlingsfrage:
Klaus Schwertner, Generalsekretär der Caritas der Erzdiözese Wien.

Brennpunkt Ostukraine: Caritas-Pakete für Lugansk

In der Ukraine wurden durch den Krieg mehr als 500.000 Menschen zu Flüchtlingen. 260.000 dieser Binnenflüchtlinge leben in anderen Landesteilen der Ukraine, die andere Hälfte in Russland. Für Nothilfe konnte die österreichische Caritas durch Spenden bisher 250.000 Euro aufbringen, die u. a. für Lebensmittel- und Hygienepakete verwendet werden. Die Caritas ist in der Ukraine seit gut 20 Jahren aktiv, etwa in der Alten- und Behindertenbetreuung, so auch in der Stadt Lugansk ganz im Osten der Ukraine. Lugansk war monatelang schwer umkämpft. Daher musste die Caritas ihre Hilfsprojekte - über die die "Orientierung" Anfang April berichtet hat - vorübergehend einstellen. Doch wie haben die Betreuten die Monate der Belagerung überstanden, wird die Caritas nun weitermachen? Ein Bericht von Christian Wehrschütz.

Neues Islamgesetz: Verbot der Auslandsfinanzierung von Imamen?

Den Entwurf eines neuen Islamgesetzes haben am Donnerstag Kulturminister Josef Ostermayer und Integrationsminister Sebastian Kurz präsentiert. Mit dem geplanten Gesetz - das derzeit gültige Islamgesetz geht auf das Jahr 1912 zurück - sollen Rechte und Pflichten der islamischen Religionsgesellschaften in Österreich neu geregelt werden. Wichtige Eckpunkte des Entwurfs, der nun in die Begutachtungsphase geht: Der "laufende Betrieb" der Glaubensgemeinschaft muss künftig aus dem Inland finanziert werden. Imame, die als Angestellte des türkischen Religionsamtes in Österreich tätig sind, soll es damit künftig nicht mehr geben. Außerdem sollen alle Imame in Österreich ausgebildet werden. Der Entwurf sieht auch vor, dass islamische Feiertage künftig religionsrechtlich geschützt werden. Nahrungsmittel dürfen nach eigenen Glaubensregeln erzeugt werden. Bei der Verpflegung von Muslimen in öffentlichen Krankenhäusern, beim Bundesheer und in Haftanstalten ist auf entsprechende Speisevorschriften Rücksicht zu nehmen. Einen "Einheitskoran", wie kürzlich von Integrationsminister Kurz thematisiert, werde es freilich nicht geben, wurde bei der Präsentation des Gesetzesentwurfes betont. Das neue Gesetz, das im kommenden Jahr in Kraft treten soll, betrifft die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGiÖ) und die Islamische Alevitische Glaubensgemeinschaft in Österreich (ALEVI). Ein Bericht von Marcus Marschalek.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar.

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