FSG-GÖD-Jugend-Schuh: Finanzminister muss radikale Einsparungen vom Vorgänger revidieren

Die extremen Sparmaßnahmen im Öffentlichen Dienst, die von Ex-Minister Spindelegger auferlegt wurden, müssen gelockert werden

Wien (OTS/FSG) - "Ex-Finanzminister Spindelegger hat mit seinen radikalen Einsparungen im Öffentlichen Dienst massive Lücken aufgerissen. Der Druck auf die KollegInnenschaft steigt tagtäglich, und viele leiden unter der extremen Vorgehensweise, die hier an den Tag gelegt wurde. Mit dem totalen Aufnahmestopp im Bundesdienst ist man weit weg von verantwortungsvollem Personalmanagement", so Michael Schuh, Jugendvorsitzender der Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen in der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (FSG-GÖD-Jugend).

Finanzminister Schelling gefordert

Schuh weiter: "Wir erwarten uns von der Bundesregierung eine rasche Aufhebung des Aufnahmestopps und eine Nachbesetzung in Bereichen, wo Personal dringend benötigt wird. Von Finanzminister Hans Jörg Schelling fordern wir, dass die entsprechenden finanziellen Mittel zur Verfügung gestellt werden. Von ihm erhoffen wir uns auch, dass er aufgrund seiner Erfahrungen in privatwirtschaftlichen Bereichen die Situation erkennt und die richtigen Schritte setzt".

Jetzt geht's um die Gesundheit

"Wissen ist leider schon einiges verloren gegangen, weil KollegInnen, die den Ruhestand angetreten haben, ihre Erfahrungen und ihr angesammeltes Fachwissen nicht an die nächste Generation weitergeben konnten. In Bereichen, wo massiver Personalnotstand herrscht, werden jetzt immer mehr Burn-Out-Fälle bekannt, und spätestens jetzt muss die Bundesregierung reagieren. Pauschalität in einem komplexen Bereich, wie ihn der Öffentliche Dienst darstellt, ist an den Grenzen angelangt", so die FSG-GÖD-Jugend.

PraktikanntInnen keine alleinige Dauerlösung

"Dass jetzt in manchen Bereichen alle Hoffnung auf die PraktikanntInnen gesetzt wird, ist auch keine Dauerlösung. PraktikanntInnen verlassen nach einer gewissen Zeit, oft weil sie keine Übernahmemöglichkeit haben, den Bundesdienst wieder, und das Rad fängt wieder von neuem an, sich zu drehen. Leute, die während des Praktikums tolle Arbeit verrichten, müssen die Möglichkeit erhalten, dauerhaft beschäftigt zu werden, damit ihre Leistung anerkannt wird", so der Jugendvorsitzende; und abschließend: "Wir fordern eine sofortige Aufhebung des Aufnahmestopps und dringende Neuaufnahmen in Bereichen, wo massiver Personalmangel herrscht."

Rückfragen & Kontakt:

Michael Schuh
FSG-GÖD-Jugendvorsitzender
Tel: 0676/3510595
E-Mail: Michael.Schuh@goedfsg-jugend.at
Homepage: www.goedfsg-jugend.at

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