Reimon: "Moscovici muss europäischen Interessen Vorrang geben - Frankreich zuerst ist vorbei"

Grüne: Bisherige Sabotage der Finanztransaktionssteuer bleibt Kritikpunkt

Brüssel/Wien (OTS) - "Pierre Moscovici ist mit einer Altlast ins Kommissars-Hearing gegangen: Als französischer Finanzminister hat er allein auf die Interessen des Finanzmarkts seines Landes geschaut und diese in einer eindimensionalen und antieuropäischen Art und Weise vertreten. Insbesondere seine Sabotage einer umfassenden Finanztransaktionssteuer wiegt schwer und dafür wurde er von uns auch dementsprechend scharf kritisiert. Andererseits konnte sich Moscovici beim Hearing als der erfahrene Interessenvertreter präsentieren, der er nun mal ist. Wenn er die gleiche Konsequenz, die er als Vertreter Frankreichs gezeigt hat, nun in seiner Funktion als EU-Kommissar für europäische Politik an den Tag legt, verdient er eine Chance. Im Gesamtpaket der Kommission ist Moscovici weder ein Grund zu jubeln noch zu vehementem Widerstand - dass er jetzt noch bis Dienstag kommender Woche einige schriftliche Antworten nachreichen muss, wird an diesem Gesamtbefund nichts ändern", kommentiert Michel Reimon, Grüner Europaabgeordneter und stellvertretendes Mitglied im Wirtschaftsausschuss des Europaparlaments, den gestrigen Hearing Auftritt von Pierre Moscovici als designierter Kommissar für Wirtschaft, Finanzen, Steuern und Zoll.

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