Neues Volksblatt: "Image-Absturz" von Markus EBERT

Ausgabe vom 3. Oktober 2014

Linz (OTS) - "Das Bundesheer muss, aufgrund des sinkenden Budgets, seine Struktur anpassen", heißt es in der Einladung zu jener Pressekonferenz, in der heute SPÖ-Verteidigungsminister Gerald Klug und Generalstabschef Othmar Commenda "das zu diesem Zweck ausgearbeitete Konzept präsentieren". Nur zur Erinnerung: Klug ist seit März 2013 Minister. Er löste damals den mehr als glücklos agierenden Norbert Darabos nach der - aus SPÖ-Sicht - vergeigten Wehrpflichtvolksbefragung ab. 18 Monate sind eine relativ langer Zeitraum, um über eine Strukturanpassung nachzudenken.
Wie dem auch sei, dass Klug mit seinem Konzept hauptsächlich Schließungsmaßnahmen meint, ist klar. Womit auch klar ist, dass er der Adressat für Proteste ist - und nicht, wie das etwa gestern seine Parteifreunde, die SPÖ-Abgeordneten Affenzeller und Schopf gemacht haben, LH Pühringer. Immerhin hat Klug das aktuelle Heeres-Budget verhandelt und akzeptiert - was er nicht hätte tun dürfen, wie ihm pensionierte Generäle nun ausrichten.
Als Neo-Minister schoss Klug die Beliebtheitsskala hinauf, während er sich nun im Sturzflug wiederfindet. Mit einem Konzept, das mehr ist als ein Sparprogramm, könnte er nicht nur seinen, sondern auch den imagemäßigen Absturz des Heeres stoppen. Das hätten sich vor allem jene jungen Leute verdient, die gewillt sind, den Grundwehrdienst zu leisten.

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