ORF III am Freitag: Österreichische Komödie "Glück auf Raten" und Start von Felix Mitterers Kultreihe "Piefke Saga"

Wien (OTS) - Zwei österreichische Filmproduktionen der 90er Jahre präsentiert ORF III morgen, am Freitag, dem 3. Oktober 2014, im Hauptabendprogramm. Um 20.15 Uhr sucht in Peter Patzaks Komödie "Glück auf Raten" Alexander Pschill als verschuldeter Landwirt an der Seite von Katharina Stemberger in Wien finanzielle Sanierung und landet dabei in der Politik. Im Anschluss startet um 21.45 Uhr auf dem Serien-Slot die österreichische Kultreihe "Die Piefke Saga": Nach einem Drehbuch von Felix Mitterer nimmt der Anfang der 90er Jahre kontrovers diskutierte satirische Vierteiler die deutsch-österreichischen Beziehungen anhand des Tourismus in Tirol gehörig aufs Korn. In Teil eins, "Der Skandal", lernt der Berliner Unternehmer Karl-Friedrich Sattmann alias Dietrich Mattausch die Grenzen seines kulturellen Einfühlungsvermögens kennen, wenn er mit den Gepflogenheiten von waschechten Tirolern wie Joe und Stefan -Tobias Moretti und Gregor Bloéb - konfrontiert wird.

Die Sendungen im Überblick:

"Der österreichische Film: Glück auf Raten" (20.15 Uhr)

In der Komödie von Peter Patzak aus dem Jahr 1995 muss Benjamin Glück (Alexander Pschill), ein verwitweter Landwirt aus dem nördlichen Waldviertel, seinen verschuldeten Hof versteigern lassen. Er übersiedelt nach Wien, um sich dort eine neue Existenz aufzubauen. Mit Kredit- und Leasing-Verträgen gründet er schnell eine Firma, doch schon bald steht er wieder vor dem Ruin. Schließlich beschließt der Landwirt auf Abwegen, in die Politik zu gehen, um sich endgültig sanieren zu können. Dieses Vorhaben gelingt - wenn auch auf unerwartete Weise. Zu sehen sind außerdem Katharina Stemberger, Hanno Pöschl, Anna Maria Krassnigg und Allegra Curtis.

"Der österreichische Film: "Die Piefke Saga - Der Skandal" (21.45 Uhr)

Die wechselseitige Abhängigkeit von Fremdenverkehrsbranche und Urlaubern - konkret: die Tiroler und die "Piefke", ihre gegenseitige Liebe und Abneigung - steht im Mittelpunkt von Felix Mitterers "Die Piefke Saga", die Wilfried Dotzel ab 1990 fürs TV inszenierte. Dass sich durch Mitterers kultreife Zeichnung der "Ösis" und der "Piefkes" viele auf den Schlips getreten fühlten, zeigten die heftigen Reaktionen im Zuge der ersten TV-Ausstrahlung 1991: Damals wurde Mitterer sogar als Landesverräter bezeichnet und von so manchem Hotelier und Tourismusmanager für den angeblichen Rückgang des Fremdenverkehrs verantwortlich gemacht.
ORF III zeigt im Rahmen der Freitagabend-Sendeleiste für europäische Serien ab dieser Woche alle vier Teile des Volksstücks, das die Entwicklungen des Tourismus in einem Tiroler Dorf anhand der Aufenthalte einer Berliner Stammgast-Familie persifliert. In der Story, in der alle erdenklichen Klischees aufeinander treffen, brillieren Kurt Weinzierl, Dietrich Mattausch, Brigitte Grothum, Ferdinand Dux, Tobias Moretti, Gregor Bloéb, Sabine Cruso, Josef Kuderna, Ludwig Dornauer u. v. a.

Zu Teil eins, "Der Skandal": Der Berliner Unternehmer Karl Friedrich Sattmann (Dietrich Mattausch) wird ärgerlich, wenn er bei seinen Mitarbeitern erlebt, dass sie sich nicht in fremde Kulturen, Denk-und Lebensweisen einfühlen können. Ein Fehler, den er bei sich selber übersieht, wenn er es mit dem Land Tirol und dessen Bewohnern zu tun hat.
Wie jedes Jahr macht er mit seiner Frau Elsa (Brigitte Grothum), den Kindern Gunnar (Ralf Komorr) und Susanne (Sabine Cruso) und Großvater Heinrich (Friedrich Dux) samt Schäferhund Asta Urlaub in Lahnenberg in Tirol. Kurz vor der Abfahrt lassen sich einige Österreicher in einer Samstagabend-Show über die "Piefkes" aus. Sattmann ist empört, ganz Lahnenberg ist in Aufregung. Schließlich werden Einbußen beim Tourismus befürchtet.
Franz Wechselberger (Kurt Weinzierl), Bürgermeister und Hotelier des kleinen Dorfes, versichert dem empörten Karl Friedrich, dass er bereits beim Handelsminister protestiert hat. Die Sattmanns sind besänftigt. Zunächst. Doch kaum in Lahnenberg angekommen sehen sie sich mit dem Cover eines Wochenmagazins konfrontiert, das fragt:
"Brauchen wir die Piefkes?"

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