Kinderfreunde zu NEOS: Sonntagsarbeit hebt keine Flügel

Der Vorschlag zu längeren Ladenöffnungszeiten setzt vor allem Familien unter Druck

Wien (OTS) - "Wenn die NEOS längere Ladenöffnungszeiten fordern, dann wird augenscheinlich, dass sie keine Ahnung von der Situation der Familien in Österreich haben", erklärt Jürgen Czernohorszky, Bundesgeschäftsführer der Österreichischen Kinderfreunde. Die Ausweitung der Ladenöffnungszeiten stelle vor allem Arbeitnehmer/innen mit Kindern vor enorme Probleme: "Wie stellen sich die NEOS denn die Kinderbetreuung für jene Familien vor? In den meisten Bundesländern ist nicht einmal die klassische Vollzeitarbeit von Montag bis Freitag mit Familie vereinbar, weil die Kinderbetreuung nicht ausreicht. An eine Ausweitung der Arbeitszeit zu denken, ist absolut weltfremd", ärgert sich Czernohorszky. Gerade im Einzelhandel seien außerdem viele Frauen tätig, die durch eine solche Maßnahme aus dem Beruf gedrängt würden, da Kinderbetreuungsaufgaben in der Realität noch immer als Frauenarbeit angesehen würden.

"Wir stehen für ein anderes Gesellschaftsmodell, in dem Menschen mehr Luft zum Atmen und mehr Zeit für Familie bekommen. Den wirtschaftlichen Druck auf die Menschen im Land noch weiter zu erhöhen, ist der völlig falsche Weg. Gerade der freie Sonntag ist ein wichtiger Bezugspunkt, den viele Familien für gemeinsame Aktivitäten nutzen - und das ist auch gut so. Wir brauchen Maßnahmen zur Entlastung der Familien, Förderung von Frauen und Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Die NEOS wollen offenbar das Gegenteil", stellt Czernohorszky abschließend klar.

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