GPA-djp: Ladenöffnungszeiten jenen überlassen, die sich auskennen!

Beschäftigte und deren Interessen dürften für Meinl-Reisinger ein Fremdwort sein

Wien (OTS/ÖGB) - "Die NEOS sollen das Thema Ladenöffnungszeiten bitte jenen überlassen, die sich damit auskennen: den Sozialpartnern! Die in großer Verantwortung ausgearbeiteten geltenden Regelungen sind völlig ausreichend", kommentiert Barbara Teiber, Regionalgeschäftsführerin der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Papier (GPA-djp) die aktuelle Forderung nach einer Freigabe der Ladenöffnungszeiten für Unternehmen mit einer Fläche bis zu 200 Quadratmetern.

Das Argument, damit nur den UnternehmerInnen einen Wettbewerbsvorteil verschaffen zu wollen, entspreche nicht der Realität, ergänzt Franz Georg Brantner, stv. Regionalvorsitzender der GPA-djp Wien: "Auch kleinere Betriebe haben natürlich Angestellte, die von einer Ausweitung betroffen wären. Beschäftigte und deren Interessen dürften für Frau Meinl-Reisinger ein Fremdwort sein!" Das Argument, dass die Touristen sich längere Öffnungszeiten wünschen, sei einfach zu entkräften, wiederholt Brantner: "Auch ein Gast kann sein Geld nur einmal ausgeben - längere Einkaufsmöglichkeiten bedeuten kein Umsatzplus, sondern eher das Gegenteil, das wissen wir seit der Fußball EM 2008."

Abgesehen davon wäre eine derartige Regelung von vorneherein zum Scheitern verurteilt, gibt Karl Proyer, stv. Bundesgeschäftsführer der GPA-djp, zu bedenken: "Eine Flächenbeschränkung ist erstens bekanntlich schwierig und schwer zu überprüfen. Zweitens würde eine solche Regelung mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sofort die großen Handelsunternehmen auf den Plan rufen, die eine Verletzung des Wettbewerbs vermuten würden - wir kennen die Branche im Unterschied zu NEOS-PolitikerInnen und ihrem Überschriften-Gerede zur Genüge. Es wäre also für die Sachlichkeit in der Diskussion von Vorteil, wenn sich nur jene äußern, die sich mit den Ladenöffnungszeiten und vor allem mit den Auswirkungen für Beschäftigte auskennen. Die populistischen Zwischenrufe sind für unsere Haltung ohne Bedeutung."

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