Industrie begrüßt Initiative zur Finanzierung von Wissenschaft und Forschung mit privaten Mitteln

IV-GS Neumayer: Neuer rechtlicher Rahmen und steuerliche Anreize für mehr privates Engagement notwendig - Öffentliche Finanzierung der Universitäten sicherstellen

Wien (OTS/PdI) - "Neben einer ausreichenden öffentlichen Finanzierung der Hochschulen zählt die Erhöhung der privaten Mittel für Hochschulbildung zu den künftigen zentralen Herausforderungen für den Wissenschafts- und Innovationsstandort Österreich. Für mehr privates Engagement für Wissenschaft und Forschung sind daher unter anderem ein zeitgemäßer rechtlicher Rahmen und neue steuerliche Anreize dringend notwendig", so der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Mag. Christoph Neumayer, anlässlich der Fundraising-Enquete des bmwfw heute, Donnerstag. "Österreich hat im Bereich der Gemeinnützigkeit und der Spendenabsetzbarkeit noch Nachholbedarf, wollen wir hier in einen internationalen Wettbewerb treten. Wir müssen bei den rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen mit Deutschland und der Schweiz gleichziehen. Nur so können wir das Investitionsvolumen privater Investoren in den Innovations- und Wissenschaftsbereich steigern und die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts verbessern", betonte Neumayer. Alle Verbesserungen in diese Richtung werden von der Industrie aktiv unterstützt.

"Langfristig muss es gelingen, die private Beteiligung an der Hochschulbildung zu erhöhen. Neben der Verbesserung der Voraussetzungen für private Wissenschaftsförderung und philantrophes Engagement zählt dazu aus Sicht der Industrie aber auch ein Beitrag der Studierenden in Form von Studienbeiträgen. "Parallel dazu gelte es in einem zentralen nächsten Schritt die öffentliche Universitätsfinanzierung für die kommende Leistungsvereinbarungsperiode sicherzustellen", betonte der IV-Generalsekretär und appellierte an die Bundesregierung, ihre Prioritäten auch auf die Finanzierung der Bereiche Bildung, Wissenschaft und Forschung zu lenken.

"Die Universitäten müssen fit für die Herausforderungen der Zukunft gemacht und an die geänderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen adaptiert werden", hielt Neumayer fest. Mit der stärkeren Berücksichtigung von Themen wie Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie Frauenförderung an den Universitäten gehe die aktuelle Novelle des Universitätsgesetzes in eine sinnvolle Richtung. Zentral aus Sicht der IV seien die im Begutachtungsentwurf vorgesehenen Präzisierungen zur Verbesserung der Kooperationen zwischen Universitäten und Pädagogischen Hochschulen: "Die PädagogInnenbildung Neu ist ein bildungspolitisches Kernthema und zugleich Dreh- und Angelpunkt einer verbesserten Ausbildungsqualität der künftigen Lehrerinnen und Lehrer. Je schneller und professioneller die Umsetzung der Ausbildungsreform passiert, desto besser", so Neumayer abschließend.

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