Adolf Schandl tut's schon wieder! Leser in Geiselhaft!

Adolf Schandl? Wer war das noch mal? I bin's, der Präsident! Ah der! Der Ausbrecher!

Wien (OTS) - In der Wiener Kriminacht präsentierte Adolf Schandl seinen autobiografischen Tatsachen-Krimi "Jailbreak. Nur nicht im Gefängnis sterben" und nahm sein Publikum mit spannenden Anekdoten aus seinem Leben, das er zur Hälfte im Gefängnis verbrachte, in literarische Geiselhaft.

Er war der Schrecken der Justiz, Staatsfeind Nummer 1 ...

Adolf Schandl gelang, was bis dahin noch niemandem gelungen war: 1971 entflohen er und zwei weitere Häftlinge mithilfe einer Geiselnahme aus der Strafanstalt Stein. Der Vorfall sollte in die Geschichte eingehen. Der Ausspruch Josef Holaubeks "I bin's der Präsident!" bei der Verhandlung mit den Komplizen Schandls ging in den Volksmund ein. Doch zu diesem Zeitpunkt war Schandl bereits nicht mehr bei der Truppe. Er konnte erst Wochen später gefasst werden. 1996 versuchte er als beinahe 60-Jähriger einen weiteren spektakulären Ausbruch aus der Haftanstalt Karlau. Dieser misslang. Sein Ruf als "Ausbrecherkönig" blieb ihm jedoch. Jetzt erzählt er in einem spannenden Tatsachenbericht seine Geschichte: "Jailbreak. Nur nicht im Gefängnis sterben".

Mitte Oktober erscheint Schandls Buch, das der umtriebige Pensionist gemeinsam mit dem bekannten Autor Engelbert Gressl verfasst hat. Er erzählt darin seine ganze Geschichte, vom Ausbruch aus Stein, der Geiselnahme, all seinen Verhaftungen und Verurteilungen, davon, wie er immer wieder versuchte, aus dem Gefängnis auszubrechen. Aber auch von seinem Leben, bevor er erst im Alter von 32 Jahren straffällig wurde, von seinen Beziehungen und den Fluchten daraus wird berichtet und natürlich von seinem Traumland Australien, in dem er einige Jahre gelebt und gearbeitet hat, nachdem ihm als 18-Jährigem das Österreich der Nachkriegsjahre zu eng war. Aber er erzählt auch, wie es ihm schließlich gelang, den langen Weg durch die Institutionen zu gehen und alle davon zu überzeugen, dass er nun ein anderer geworden war. Ein geläuterter, ein reuiger Schandl, der heute an Gott glaubt und Religion und Philosophie als seine Eckpfeiler bezeichnet.

2012 wurde Schandl als alter Mann auf Bewährung entlassen, nachdem er mehr als die Hälfte seines Lebens hinter Gittern zugebracht hat. Wenn jemand etwas über Haftbedingungen in diesem Land zu erzählen weiß, dann er. Aber auch darüber, wie schnell man in die Mühlen der Justiz gerät. Und wie langsam man ihnen wieder entkommt.

Schandl war kein Guter. Sicher nicht! Er hat eine Menge auf dem Kerbholz und seine Verurteilungen kamen nicht von ungefähr. Aber waren sie alle gerechtfertigt? War das Strafausmaß immer korrekt? Oder wurde einfach nur ein Exempel statuiert an einem, der sich mit dem System anlegte? Der es nicht ertragen konnte, unter Bedingungen eingesperrt zu sein, die jeglichem Menschenrecht widersprechen und heute zurecht als Folter gelten.

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