Reimon: "Canete bleibt auch nach Hearing, was er immer war: ein Lobbyist der Ölindustrie"

Grüne: Canetes Nominierung als Klima- und Energiekommissar ist inakzeptable Provokation

Brüssel/Wien (OTS) - "Miguel Canete hat es auch beim Hearing nicht geschafft die ernsten Bedenken gegenüber seinen Interessenkonflikten glaubhaft aus der Welt zu schaffen: Canete ist ein Lobbyist der Ölindustrie und für den Ausbau von Kohle- und Atomkraftwerken - daran kann auch sein schnelles Zurücklegen von Beteiligungen nichts ändern, die Verbindungen sind nach wie vor aufrecht und stehen im eindeutigen Widerspruch zum Verhaltenskodex für EU-KommissarInnen. Canetes Nominierung als Energiekommissar ist eine Provokation, gegen die gestern ja auch vor dem Europaparlament von Umwelt- und Klima-NGOs eindeutig Position bezogen worden ist. Dass er seine Verbindungen zu Öl-Unternehmen anfangs nur unzureichend veröffentlicht und erst im Hearing auf Nachfragen zu Auskünften bereit ist, disqualifiziert ihn auch aus Gründen der Transparenz für einen Kommissars-Posten. Canete hat im Laufe seiner Karriere noch nie zwischen seiner Rolle als Politiker und als Geschäftsmann zu unterscheiden - für die Grünen ist seine Kandidatur unhaltbar, einer Kommission mit Canete als Energiekommissar werde ich nicht zustimmen können", kommentiert Michel Reimon, Grüner Europaabgeordneter und Mitglied im Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie (ITRE), das gestern Abend abgehaltene Hearing des designierten EU-Kommissars für Klima und Energie Miguel Arias Canete.

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