Österreichweiter Zivilschutz-Probealarm am 4. Oktober 2014

Seit 1998 jährlich eine Sirenenprobe

Wien (OTS) - Am 4. Oktober 2014 findet in Österreich der jährliche bundesweite Zivilschutz-Probealarm statt, bei dem gleichzeitig ca. 8.200 Sirenen getestet werden. Die an jedem ersten Samstag im Oktober vorgesehene Alarmierung dient einerseits der Überprüfung der technischen Einrichtungen, andererseits soll die Bevölkerung mit der Bedeutung der Warnsignale vertraut gemacht werden.

Die Ergebnisse des Zivilschutz-Probealarms im Vorjahr waren nach Angaben des Innenministeriums sehr zufriedenstellend. 8.167 Sirenen wurden auf ihre Funktionstüchtigkeit getestet, wobei 99,68 Prozent der Sirenen einwandfrei funktionierten. Nur 25 der 8.167 Sirenen blieben stumm. Keine Ausfälle gab es im Burgenland und in Wien, Bestwerte gab es auch in Oberösterreich (zwei Ausfälle bei 1.430 Sirenen). Auch in den anderen Bundesländern kam es zu lediglich geringen Ausfällen. Allgemein lagen die Ausfälle in den Bundesländern bei etwa 0,32 Prozent (2012 bei 0,29 Prozent).

Österreich hat als eines der wenigen Länder in Europa sowohl ein flächendeckendes Sirenenwarnsystem als auch eine koordinierte Alarmierungsmöglichkeit über die Bundeswarnzentrale im Einsatz- und Krisenkoordinationscenter des Innenministeriums. Diese Einrichtung ist für das von Bund und Ländern gemeinsam zu betreibende Warn- und Alarmsystem verantwortlich und zugleich Kontaktstelle für Katastrophen- und Krisenfälle im Ausland. Die Bundeswarnzentrale fungiert gemäß den bi- und multilateralen Katastrophenhilfe- und Strahlenschutzabkommen als nationale Kontaktstelle für Meldungen über Stör- und Unfälle bzw. Vorfälle, die geeignet sind, bei der Bevölkerung Besorgnisse zu erwecken sowie für Fragen der Zusammenarbeit und möglicher Hilfeleistung im Anlassfall.

Informationen über die Massenmedien einschließlich des ORF sollen dafür sorgen, dass der Probealarm am 4. Oktober 2014 nicht mit einem echten Alarm verwechselt wird und besorgte Bürger die Notrufnummern blockieren. In diesem Zusammenhang wurde auch ein Informationsblatt erstellt. Die englische Fassung des Informationsblattes ist speziell für den Fremdenverkehrsbereich gedacht.

Das "Programm" sieht zwischen 12 und 12.45 Uhr vier Signale vor

- Zunächst sollen für 15 Sekunden alle Sirenen "probeweise" heulen.

- Dann folgt ein drei Minuten anhaltender Dauerton, der im Ernstfall vor einer herannahenden Gefahr warnt. Hier sollte man in einer echten Krisensituation das Radio oder den Fernseher einschalten, um sich über entsprechende Verhaltensmaßnahmen zu informieren.

- Ein 60 Sekunden dauernder auf- und abschwellender Heulton bedeutet "Alarm". Im Ernstfall wären hier schützende Bereiche oder Räume aufzusuchen und die über Radio und TV durchgegebenen Maßnahmen zu befolgen.

- "Entwarnung" bedeutet der abschließende, eine Minute anhaltende Dauerton.

Entsprechende Zusatzinformationen erfolgen wieder über Hörfunk und Fernsehen.

Die Funktionstüchtigkeit der Sirenen wird im Oktober in allen Bundesländern an Ort und Stelle überprüft. Das Ergebnis wird über die Bezirks- und Landeswarnzentralen an die Bundeswarnzentrale im Einsatz- und Koordinationscenter des Innenministeriums weitergeleitet und ausgewertet.

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