Mehr als 40 neue Aufsichtsratsexperten im Justizministerium ausgezeichnet

Fachverband UBIT: Aufsichtsratssystem zukunftsweisend für alle Betriebe

Wien (OTS/PWK642) - Mehr 40 Expertinnen und Experten wurde vergangene Woche im feierlichen Rahmen im Palais Trautson, Sitz des Justizministeriums, die internationale Zertifizierung "CSE -Certified Supervisory Expert" verliehen. Das CSE-Gütesiegel weist für Aufsichtsräte und Stiftungsvorstände neben ihren persönlichen Kompetenzen perfekte rechtliche Kenntnisse zum Thema Aufsichtsrat aus. "Die Forderung nach Professionalisierung und Objektivierung des Auswahlprozesses von Aufsichtsorganen erklärt die große Nachfrage nach unserem Qualitätssiegel", so Alfred Harl, Obmann des WKO-Fachverbandes Unternehmensberatung, Buchhaltung und IT (UBIT) zum Erfolg der CSE-Zertifizierung, die für Experten aus unterschiedlichsten Fachbereichen ein sichtbares Qualitätsmerkmal darstellt.

Aufsichtsratssystem ist zukunftsweisend für alle Betriebe

"Certified Supervisory Experts haben das ausgewiesene Wissen für die Ausübung der verantwortungsvollen Aufsichtsratstätigkeit. Die Auswahl von Aufsichtsräten und der Nachweis der vorgeschriebenen Qualifizierung werden damit erleichtert, so Alfons Helmel, Geschäftsführer der Zertifizierungsstelle incite des Fachverbandes UBIT. "Mit unseren Aktivitäten wollen wir aber mehr erreichen: Das System Aufsichtsrat sollte nicht als ungeliebte Erfüllung der gesetzlichen Pflicht gesehen werden, sondern als Chance, hochwertige Experten an das Unternehmen zu binden. Es ist somit zukunftsweisend für alle Betriebe - auch in Beiräten und freiwilligen Aufsichtsräten - und bringt einen nicht zu unterschätzenden Wettbewerbsvorteil", so Helmel in seinen Eingangsworten.

Bereits mehr als 230 Lehrgangs-Absolventen und 111 Zertifizierungen

Insgesamt gibt es in Österreich bereits 111 zertifizierte Aufsichtsratsexperten. Mehr als 230 Teilnehmer haben die Lehrgänge zum CSE bsolviert. Neu ist das "Planspiel Aufsichtsratssitzung", welches einen realistischen Ablauf einer Aufsichtsratssitzung widerspiegelt.

Transparenz und Professionalisierung wirken

Philipp Graf, Geschäftsführer des Fachverbandes UBIT, unterstrich bei der Verleihung die Bedeutung von Transparenz und Kompetenz im Aufsichtsratsbereich. Mit der erfolgreichen Etablierung des CSE-Lehrganges vor fünf Jahren hat der Fachverband dazu einen wesentlichen Impuls gesetzt. WKÖ-Vizepräsident Richard Schenz unterstützte die CSE-Initiative von Anfang an. Das durch den Corporate Governance Kodex entwickelte Regelwerk und die Professionalisierung der Aufsichtstätigkeit habe gegriffen, bilanzierte er.

FMA-Abteilungsleiterin Gabriele Klein-Gleissinger sieht die CSE-Initiative als wichtige Möglichkeit, Kapitalmarktthemen zu transportieren. Der Aufsichtsrat müsse kompetenter Sparring-Partner des Vorstands sein, betonte auch Rechtsanwalt Jörg Zehetner (KWR), Hauptvortragender und Mitentwickler des Lehrgangs. Aufsichtsrats-Expertin Viktoria Kickinger (INARA) zeigt sich von Praxisnähe und Niveau des Lehrgangs überzeugt. Es handle sich dabei um eine Erfolgsstory.

VAV-Generaldirektor Norbert Griesmayr erklärte, es sei wichtig, sich mit der Auswahl von Aufsichtsratsmitgliedern zu beschäftigen. Mit dem CSE-Zertifikat gibt es einen dokumentierten Qualitätsnachweis. Hans Musser, Chef des Alpenländischen Kreditorenverbandes, outete sich ebenfalls als Verfechter des Qualitätszertifikats und gratulierte zur CSE-Initiative.

Anerkennung durch das Justizressort

In seiner Festrede äußerte Sektionschef Christian Pilnacek vom Justizministerium den "Certified Supervisory Experts" gegenüber seine Hochachtung und Anerkennung. Es sei wichtig, sein Wissen zu überprüfen. Besonders bemerkenswert seine Worte zum Tatbestand der Untreue: Unternehmerisches Risiko dürfe nicht von vornherein mit strafrechtlichen Konsequenzen belastet sein. Umso wichtiger sei es für Aufsichtsräte und Vorstände, ihre Entscheidungen durch faktenbasierte Dokumentation zu untermauern. Die Rückkoppelung mit der Wirtschaft sei jedenfalls ein wichtiges Anliegen des Justizressorts.

Der Fachverband Unternehmensberatung, Buchhaltung und IT

Mit mehr als 63.000 Mitgliedern gehört der Fachverband Unternehmensberatung, Buchhaltung und IT (UBIT) zu den größten und dynamischsten Fachverbänden der Wirtschaftskammer Österreich. Er nimmt die Interessen der Unternehmerinnen und Unternehmer aus den Bereichen Unternehmensberatung, Informationstechnologie und Buchhaltung wahr. Ziel ist es, berufsrelevante Rahmenbedingungen zu optimieren und dem Markt die Leistungen der Berufsgruppen zu kommunizieren. Mitglieder können umfangreiche Beratungs- und Serviceleistungen in Anspruch nehmen. Weitere Informationen auf http://www.ubit.at und http://www.beratertag.at (JR)

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