Landtagsabgeordneter und SP-Bezirksvorsitzender Affenzeller: "Pühringer hat Kaserne Freistadt offenbar bereits abgeschrieben!"

Erschreckend schwacher Einsatz des Landeshauptmanns für Erhalt der Tilly-Kaserne in Freistadt

Linz (OTS) - Als "dürftig" bezeichnet der Freistädter Landtagsabgeordnete und SPÖ-Bezirksparteivorsitzende Hans Affenzeller den öffentlichen Einsatz von Landeshauptmann Pühringer für den Erhalt der Tilly-Kaserne in Freistadt: "Offenbar hat sich der Landeshauptmann mit der Schließung dieses Standorts bereits abgefunden", so Affenzeller. "Anders kann ich mir seine öffentlich kolportierten Aussagen nicht erklären!"

So wird Pühringer etwa in der gestrigen ORF-Sendung "Oberösterreich Heute" zitiert, dass er ein Aus für eine Stellungsstraße in Oberösterreich keinesfalls akzeptieren würde, die Auflassung der Kaserne Freistadt "mit guter Begründung" jedoch schon. "Ich frage mich, welche gute Begründung es für die Schließung des nachweislich besten Ausbildungsstandorts des Bundesheers geben kann. Noch dazu, wo Oberösterreich zu den Sparbemühungen des Bundesheeres bereits überdimensional beigetragen hat", erklärt Affenzeller weiter.

Vielmehr sprechen gute Gründe FÜR die Aufrechterhaltung des Standorts Freistadt. Etwa, dass die Tilly-Kaserne unter anderem bei Wettbewerben eindrucksvoll bewiesen hat, dass sie sowohl von den Möglichkeiten als auch vom Ausbildungspersonal die Wehrpflichtigen mit Abstand am besten für den Einsatz vorbereitet. "Bestens ausgebildete, trainierte und vorbereitete Grundwehrdiener und Soldaten sind auch für den Katastropheneinsatz am bestem geeignet", erklärt Affenzeller, der mit der Schließung der Kaserne in Freistadt allerdings nicht nur Nachteile für die wehrpflichtige Jugend im Bezirk und ganz Oberösterreich verknüpft. "Auch die wirtschaftliche Entwicklung der Region wäre mit dieser Entscheidung in einer konjunkturell ohnehin schwierigen Zeit jedenfalls gefährdet", befürchtet Affenzeller den Verlust von Arbeitsplätzen und Kaufkraft sowie in weiterer Folge möglicherweise negative Konsequenzen für andere Wirtschaftsunternehmen im Bezirk.

"Ich erwarte mir daher, dass sich Landeshauptmann Pühringer in der Öffentlichkeit, bei Verteidigungsminister Klug, vor allem aber auch bei Finanzminister Schelling nicht nur für den Erhalt einer Stellungsstraße in Oberösterreich, sondern auch für den Standort Freistadt stark macht. Es wäre nämlich nicht nachvollziehbar, warum jemand für den Erhalt der Wehrpflicht eintritt und gleichzeitig zulässt, dass die Jugend aus dem Land getrieben wird, weil im eigenen Bundesland immer weniger Plätze zum Ableisten des Wehrdienstes zur Verfügung stehen! Noch dazu, wenn qualitativ hochwertige Ausbildungsplätze aufgelassen würden," fordert Landtagsabgeordneter Hans Affenzeller. "Der Einsatz für die Kasernenstandort Freistadt wäre auch ein Engagement für den Wirtschafts- und Arbeitsplatzstandort Freistadt, die Aussagen des Landeshauptmanns zur Situation am Arbeitsmarkt würden nicht nur zu bloßen Lippenbekenntnissen verkommen."

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