Neues Volksblatt: "Zeichen der Zeit" von Heinz Wernitznig

Ausgabe vom 2. Oktober 2014

Linz (OTS) - Bei kaum einem anderen Thema sind sich die politischen Parteien so einig wie bei der Familienförderung. Kein Wunder, wollen doch fast 90 Prozent der 16- bis 18-Jährigen einmal eine Familie gründen. Zudem geben zwei von drei Österreichern an, dass man auch heutzutage eine Familie braucht, um wirklich glücklich zu sein. Dazu kommt, dass die Geburtenrate in den letzten Jahrzehnten beängstigend schnell zurückgegangen ist und auf einem unbefriedigenden Niveau verharrt.
Trotzdem hat es aber lange gedauert, bis die Politik die Rahmenbedingungen an die veränderten Formen des Zusammenlebens -Stichwort Patchwork-Familien - angepasst und beispielsweise kräftig in Kinderbetreuungseinrichtungen investiert hat. Denn an mangelnder Vereinbarkeit von Familie und Beruf scheitert noch immer so mancher Kinderwunsch. Auch in der Steuerpolitik wäre noch die eine oder andere Verbesserung für all jene, die Kinder großziehen, angebracht. Damit die Renaissance der Familie kein Strohfeuer bleibt, braucht es aber nicht nur finanzielle Hilfestellungen. Wie internationale Beispiele zeigen, gibt es kein Patentrezept, sondern ein Mix an Maßnahmen ist gefragt. Dazu gehört mit Sicherheit die gesellschaftliche Anerkennung und ein kinderfreundliches Klima -diese beiden Dinge kosten nichts, sondern sind eine Frage der Einstellung.

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