"matinee" am 5. Oktober: Start neuer Folgen "Der Geschmack Europas" mit "Die Lausitz", Doku "Das neue große Bolschoi"

Außerdem: "Die Kulturwoche"

Wien (OTS) - Mit drei neuen Folgen erkundet die ORF-Reihe "Der Geschmack Europas" bis Dezember wieder die kulinarischen Kulturen unseres Kontinents. Im ersten, von Florian Gebauer gestalteten Film in der "matinee" am Sonntag, dem 5. Oktober 2014, um 9.05 Uhr in ORF 2 führt der mit geschichtlichen und kulturellen Hintergründen gewürzte filmische Streifzug durch die Küchen der deutschen Lausitz zwischen Brandenburg und Sachsen. Danach (9.40 Uhr): "Das neue Bolschoi". Die Dokumentation von Reiner Penzholz begleitet den bautechnisch und künstlerisch schwierigen Umbau des bekanntesten Opernhauses Russland, des Moskauer Bolschoi-Theaters, das Ende 2011 nach sechs Jahren Renovierung wiedereröffnet wurde. Den Abschluss des von Clarissa Stadler moderierten Kulturvormittags bildet "Die Kulturwoche" (10.40 Uhr).

"Der Geschmack Europas - Die Lausitz" (9.05 Uhr)

Die Lausitz umfasst den Süden Brandenburgs und den Osten Sachsens bis hin nach Polen. Der Landstrich ist sowohl kulinarisch als auch kulturell spannend, denn hier sind die Sorben zu Hause. Als slawische Minderheit in Deutschland anerkannt, pflegen die Sorben zum Teil ihre Bräuche und Traditionen, die bereits von Theodor Fontane in seinen "Wanderungen durch die Mark Brandenburg" beschrieben wurden.
Der Autor und Herausgeber Lojze Wieser begibt sich auf Fontanes Weg durch Brandenburg und Sachsen, erfährt einiges über den vielfältigen Geschmack der Spree-Gurken und die Heilkraft ihrer getrockneten Schalen, besucht Schlösser, Küchen und sogar ein ehemaliges Stasi-Gefängnis.

"Das neue große Bolschoi" (9.40 Uhr)

Im Oktober 2011 wurde nach sechsjährigem Totalumbau das legendäre Bolschoi-Theater in Moskau glanzvoll wiedereröffnet. 2005 war das Gebäude als schwieriger Sanierungsfall geschlossen worden und die Opern- und Balletttruppe musste in eine wenig attraktive, viel kleinere Spielstätte in unmittelbarer Nähe übersiedeln. Zuletzt hat es einer direkten Intervention von Präsident Medwedjew bedurft, um die offenbar horrenden Missstände in Management und Verwaltung abzustellen.
Regisseur Reiner Penzholz hat den gesamten Theaterumbau minutiös mit der Kamera begleitet. In seinem Film zeigt er, wie der historische Bau, der einst auf Sand errichtet wurde und nun vom Einsturz bedroht war, von den Ingenieuren stabilisiert werden konnte. Aber auch Detailarbeiten an Goldvertäfelung und Raumakustik werden thematisiert. Man sieht, mit welcher Genauigkeit die russischen Restauratoren die wertvollen Innenräume des Theaters nach historischen Vorlagen wiederherstellen. So wurde am Ende wieder vieles so, wie es 1856 errichtet worden war. Doch auch Elemente aus der Sowjetzeit blieben erhalten.
Die Bilder vom Umbau werden im Film durch Ausschnitte aus Produktionen ergänzt, die in der Renovierungsphase an einer Ersatzspielstätte aufgeführt wurden - von der Oper "Boris Godunow" bis zu Produktionen des Bolschoi-Balletts, u. a. dem Ballett "Don Quixote".

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar.

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