IGP: Wirkstoffverbote bei Pflanzenschutzmitteln bedrohen Schädlingsbekämpfung

Kurzsichtige Verbote von Pflanzenschutzmitteln gefährden Versorgung mit heimischen Lebensmitteln - Europäische Märkte fallen bei Entwicklung neuer Wirkstoffe kaum noch ins Gewicht

Wien (OTS) - Die Forderung von Global 2000 und Greenpeace die Wirkstoffverbote bei Pflanzenschutzmitteln auszuweiten, stößt bei der Industriegruppe Pflanzenschutz (IGP)auf Unverständnis. "Bereits heute haben viele Landwirte keine adäquaten Mittel um gegen Schädlinge und Krankheiten vorzugehen. Dennoch fordern die Umweltorganisationen weitere Verbote", sagt der Vorsitzende der IGP, Christian Stockmar. Für die Entwicklung eines neuen Pflanzenschutzmittels investiert die Industrie zehn Jahre und 200 Millionen Euro, davon ein Drittel nur um etwaige Umweltbeeinträchtigungen auszuschließen. "Diese Arbeit wird von Politik und NGOs durch kurzsichtige Verbote zerstört. Dass dabei die Selbstversorgung mit qualitativ hochwertigen, heimischen Lebensmitteln auf der Strecke bleibt, wird ignoriert", so Stockmar weiter.

Bedenklich ist für die IGP auch, dass die europäischen Märkte bei der Entwicklung neuer Pflanzenschutzmittel kaum noch ins Gewicht fallen. Der Anteil der globalen Investitionen sank in Europa seit den 1980er Jahren von 33 auf 7,7 Prozent. Für den stark differenzierten europäischen Agrarsektor ein gravierendes Problem: "Statt auf moderne, an die jeweilige Umwelt angepasste Pflanzenschutzmittel, müssen die Bauern auf ältere Wirkstoffgruppen zurückgreifen, ohne zu wissen, wie lange sie diese noch verwenden dürfen", so der IGP-Vorsitzende, der abschließend betont: "Für eine moderne, integrierte Landwirtschaft bedarf es hochwertiger Pflanzenschutzmittel. Ohne diese drohen Ernteausfälle und die Abhängigkeit vom globalen Lebensmittelmarkt."

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