ÖH ad UG Novelle: doppelte Knock-Out-Phase statt echter Reform

Erhöhung der Frauenquote durchaus positiv

Wien (OTS) - Die Novellierung des Universitätsgesetzes stößt bei der Österreichischen Hochschüler_innenschaft (ÖH) auf Kritik. "Die erneute Verankerung von Zugangsbeschränkungen und StEOP bringt keine Verbesserungen mit sich. Durch diese doppelte Knock-Out-Phase werden zu viele junge Menschen am Studium gehindert", so Bernhard Lahner vom Vorsitzteam der ÖH, "wir haben bereits ein Konzept für echte Orienteriung geschaffen. Ziel ist es dabei, Studierenden die Möglichkeit zu bieten, verschiedene Studienrichtungen, alle Hochschulen und wissenschaftliche Grundlagen kennenzulernen. Die lang geforderte Orienierungsphase muss endlich umgesetzt werden.

Unter dem Vorwand der Qualitätssicherung von wissenschaftlichen Arbeiten dürfen Universitäten künftig bei Plagiaten verstärkt Sanktionen durchführen. "Fehlverhalten von Studierenden darf nicht im Ausschluss vom Studium enden. Dies gefährdet durch den Beihilfenverlust Existenzen vieler Studierenden. Viel wichtiger ist es, den Studierenden schon früher das Handwerkszeug zu wissenschaftlichen Arbeiten zu lehren. Dank ÖH gibt es eine Empfehlung der HSK "Qualität der Lehre" in den Erläuterungen des UGs", erklärt Lahner.

Die ÖH begrüßt die aktive Frauenförderung in der Novelle des Universitätsgesetzes. "Die Erhöhung des Frauenanteils in Hochschulgremien auf 50 Prozent ist ein wichtiger, längst notwendiger Schritt," so Lahner weiter, "wir erwarten jedoch eine große UG-Novelle samt Einführung der Drittelparität in Hochschulgremien. Die jetzige Novelle bringt wenig Verbesserungen - die lange geforderte Reform bleibt abermals aus."

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