Köstinger verlangt von neuem Umweltkommissar Vorgehen gegen Mikroplastik

ÖVP-Umweltsprecherin befragt EU-Kommissarskandidaten zu Plänen gegen Kunststoffteilchen und Plastiksackerl

Brüssel, 29. September 2014 (ÖVP-PD) Die Umweltsprecherin der ÖVP im Europäischen Parlament, Elisabeth Köstinger, verlangt vom neuen EU-Umweltkommissar Karmenu Vella Maßnahmen gegen die wachsende Zahl von Kunststoffteilchen und Plastikresten in Natur, Lebensmitteln und im Meer. ****

"Wir brauchen einen umfassenden Plan, damit nicht noch mehr Mikroplastik in die Meere und den Lebensmittelkreislauf gerät. Die alte EU-Kommission hat sich an das Thema nicht herangewagt", so Köstinger heute zu Beginn der Anhörung des designierten neuen EU-Kommissars für Umwelt, Meerespolitik und Fischerei.

Die Verschmutzung mit den mikroskopisch kleinen Plastikteilchen hat schwerwiegende Folgen. "Durch Klärschlamm gelangen sie in die Landwirtschaft, über den Wind nehmen Bienen sie auf und tragen sie bei der Bestäubung weiter. Bei Tieren, die die Partikel über die Nahrung aufnehmen, entfalten die Teilchen oft giftige oder hormonstörende Wirkungen, die über die Nahrungskette wiederum in den menschlichen Organismus gelangen können. Kurz - die gesamte Artenvielfalt wird massiv beeinflusst", so Köstinger.

Köstinger gehört zu einer Gruppe von EU-Abgeordneten, die Vella bei der heutigen Anhörung mit dieser Frage konfrontieren.

Als Mikroplastik bezeichnet man Plastikreste im Mikro- und Nanobereich, die als Überreste von Plastikflaschen, Kunststoffverpackungen, Plastiksackerln und Kosmetika in allen Weltmeeren zu finden sind und aus dem Wasser in die Nahrungsmittelkette gelangen. Sie wurden bereits in Honig, Milch
und Bier nachgewiesen.

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